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ICEHL Tops und Flops: Penalty Killing

Die Länderspielpause bietet Gelegenheit, einen genaueren Blick auf die bisherigen Leistungen der 14 Mannschaften in der win2day ICE Hockey League zu werfen. Nach dem Powerplay steht nun das Penalty Killing im Mittelpunkt. Wer verteidigt in Unterzahl besonders konsequent, welche Teams lassen dem Gegner zu viele Möglichkeiten und wo zeigt sich eine überraschende Diskrepanz zur Tabellenposition? An der Spitze steht eine Mannschaft aus Südtirol, während ausgerechnet zwei Spitzenteams der bisherigen Saison im unteren Bereich des Rankings zu finden sind.

Pustertal verteidigt in Unterzahl am stärksten

Der HC Falkensteiner Pustertal führt das Penalty-Killing-Ranking an. Die Wölfe überstanden bislang 49 von 57 Unterzahlsituationen ohne Gegentreffer. Das entspricht einer Erfolgsquote von 85,96 Prozent. Nur achtmal musste Pustertal in numerischer Unterlegenheit einen Gegentreffer hinnehmen.

Die starke Defensivleistung passt auch zur bisherigen Saisonbilanz. Mit 32 Punkten aus 15 Spielen liegen die Südtiroler auf dem vierten Tabellenplatz. Zudem kassierte Pustertal mit 33 Gegentoren ligaweit die zweitwenigsten Treffer. Lediglich Tabellenführer HCB Südtirol Alperia weist mit 41 Gegentoren nach 17 Spielen ebenfalls eine starke Defensivbilanz auf. Das Penalty Killing ist damit ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs der Mannschaft.

VSV und Ljubljana ebenfalls unter den besten Drei

Auf Rang zwei folgt der EC iDM Wärmepumpen VSV. Die Villacher kommen auf eine Erfolgsquote von 84,75 Prozent. Von 59 Unterzahlsituationen überstanden die Adler 50 ohne Gegentreffer, neunmal schlug der Gegner zu. Bemerkenswert ist dabei der Blick auf die Tabelle: Mit 20 Punkten aus 15 Spielen liegt der VSV lediglich auf Rang zwölf. Das starke Penalty Killing gehört damit zu den wenigen Bereichen, in denen die Villacher derzeit zur Ligaspitze zählen.

Olimpija Ljubljana komplettiert die Top drei. Die Slowenen halten bei 84,13 Prozent und mussten bei 63 Unterzahlsituationen zehn Gegentreffer hinnehmen. Mit 35 Punkten und Tabellenplatz drei läuft es auch insgesamt ausgezeichnet. Ljubljana verbindet somit ein starkes Unterzahlspiel mit einer erfolgreichen Saison.

Pioneers und FTC überraschen

Eine durchaus bemerkenswerte Platzierung nehmen die Pioneers Vorarlberg ein. Trotz der sportlich äußerst schwierigen Saison liegen die Vorarlberger im Penalty Killing auf Rang vier. Mit 84,09 Prozent ist ihre Unterzahlquote beinahe auf Augenhöhe mit jener der Spitzenteams. Von 44 Unterzahlsituationen überstanden sie 37 ohne Gegentreffer.

Das ist angesichts der Tabellenlage durchaus überraschend. Die Pioneers haben nach 18 Spielen erst zwei Punkte auf dem Konto, sind weiterhin ohne Sieg in regulärer Spielzeit und weisen mit 85 Gegentoren die mit Abstand schlechteste Defensivbilanz der Liga auf. Das Penalty Killing funktioniert also deutlich besser als die Gesamtergebnisse vermuten lassen. Die Probleme liegen offenbar nicht ausschließlich in der Verteidigung bei numerischer Unterlegenheit.

Auch FTC-Telekom kann sich über einen starken Wert freuen. Die Ungarn liegen mit 83,33 Prozent auf Rang fünf. Neun Gegentreffer bei 54 Unterzahlsituationen sind eine solide Bilanz. In der Tabelle steht FTC mit 22 Punkten auf Platz neun und damit im Mittelfeld.

Graz und Innsbruck im soliden Bereich

Die Moser Medical Graz99ers belegen mit einer Erfolgsquote von 83,10 Prozent den sechsten Rang. Bei 71 Unterzahlsituationen kassierten die Steirer zwölf Gegentreffer. Damit zählt Graz zu den besseren Mannschaften der Liga, wenn es darum geht, gegnerische Überzahlmöglichkeiten zu verteidigen.

Mit 30 Punkten aus 17 Spielen stehen die 99ers auf Tabellenplatz sechs. Die Defensive bei numerischer Unterlegenheit ist damit ein stabiler Faktor einer insgesamt ordentlichen Saison.

Auch der HC TIWAG Innsbruck kann im Penalty Killing einen vergleichsweise positiven Zwischenstand vorweisen. Die Haie liegen mit 81,13 Prozent auf Rang sieben. Zehn Gegentreffer bei 53 Unterzahlsituationen sind durchaus respektabel. In der Tabelle stehen die Tiroler allerdings nur auf Platz 13. Wie bei den Pioneers zeigt sich somit, dass eine ordentliche Spezialteam-Statistik nicht automatisch eine erfolgreiche Saison bedeutet.

Linz und Südtirol im Mittelfeld

Die Steinbach Black Wings Linz kommen auf 79,69 Prozent und belegen damit Rang acht. Bei 64 Unterzahlsituationen kassierten die Oberösterreicher 13 Gegentreffer. In der Tabelle läuft es mit Platz zwei und 36 Punkten wesentlich besser. Das Penalty Killing ist also nicht die größte Stärke der Linzer, ihre bisherigen Ergebnisse sprechen dennoch für eine insgesamt sehr erfolgreiche Mannschaftsleistung.

Tabellenführer HCB Südtirol Alperia findet sich mit 79,25 Prozent sogar nur auf Rang neun wieder. Die Bozner kassierten elf Gegentreffer bei 53 Unterzahlsituationen. Angesichts der Spitzenposition in der Meisterschaft ist das ein durchaus überraschender Wert. Die Füchse zeigen allerdings, dass nicht jede statistische Kategorie gewonnen werden muss, um in der Tabelle ganz oben zu stehen.

KAC und Milano mit Nachholbedarf

Der EC-KAC liegt mit 78,57 Prozent auf Rang zehn. Die Klagenfurter mussten bei 70 Unterzahlsituationen 15 Gegentreffer hinnehmen. In der Tabelle steht der KAC mit 30 Punkten auf Platz fünf und damit deutlich besser als im Penalty-Killing-Ranking.

Milano HC und Hydro Fehervar AV 19 teilen sich mit jeweils 75,81 Prozent die Plätze elf und zwölf. Beide Mannschaften kassierten 15 Gegentreffer, Milano bei 62 und Fehervar ebenfalls bei 62 Unterzahlsituationen.

Für Milano bedeutet das eine eher durchschnittliche Zwischenbilanz. Mit 23 Punkten rangiert der Liganeuling auf Platz acht. Fehervar hingegen hat mit 21 Punkten und Tabellenplatz elf ohnehin eine schwierige Ausgangslage. Die Unterzahlverteidigung gehört dabei zu den Bereichen, in denen noch Verbesserungspotenzial besteht.

Capitals und Salzburg bilden das Schlusslicht

Besonders überraschend ist die Platzierung der Vienna Capitals. Die Wiener, die im Powerplay noch das Ranking anführen, liegen im Penalty Killing lediglich auf Rang 13. Ihre Erfolgsquote beträgt 72,55 Prozent. Bei 51 Unterzahlsituationen kassierten sie 14 Gegentreffer.

Damit zeigt sich bei den Capitals ein deutlicher Gegensatz zwischen Über- und Unterzahlspiel. Während die Offensive in numerischer Überlegenheit hervorragend funktioniert, gibt es in der defensiven Spezialteam-Arbeit erheblichen Nachholbedarf. Mit 21 Punkten stehen die Wiener in der Tabelle auf Rang zehn. Eine Verbesserung des Penalty Killings könnte helfen, die Mannschaft im weiteren Saisonverlauf stabiler zu machen.

Das Schlusslicht bildet EC Red Bull Salzburg. Die Mozartstädter kommen lediglich auf 71,19 Prozent. Von 59 Unterzahlsituationen überstanden sie 42 ohne Gegentreffer, 17-mal war der Gegner erfolgreich. Kein anderes Team kassierte in dieser Statistik mehr Powerplay-Gegentore.

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