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Team steht: Ex-Kanzler Christian Kern will neuer ÖEHV-Präsident werden!

Die Initiative für einen personellen Neustart im Österreichischen Eishockeyverband nimmt konkrete Formen an. Eine Allianz aus Klubs und Landesverbänden hat sich rund um Ex-Bundeskanzler Christian Kern formiert. Noch im November könnte ein Antrag auf eine außerordentliche Generalversammlung eingebracht werden, die den Weg für eine Ablöse des aktuellen Präsidiums um Klaus Hartmann ebnen soll, berichtet die „Kleine Zeitung“.

Im österreichischen Eishockey steht möglicherweise ein weitreichender Führungswechsel bevor. Nachdem in den vergangenen Monaten die Kritik am ÖEHV zugenommen hatte, arbeitet eine Interessensgruppe an einer neuen Führungsstruktur. Im Zentrum steht der ehemalige Bundeskanzler Christian Kern, der das Team künftig anführen soll.

Ausgangspunkt der Bewegung war unter anderem die öffentliche Kritik des Frauen-Nationalteams im August. Die Spielerinnen hatten Missstände in der Organisations- und Kommunikationskultur sowie mangelnden Respekt seitens des Verbands beklagt. Daraufhin formierte sich eine Initiative, die zunächst von vier ICE-Klubs – VSV, Graz99ers, Vienna Capitals und Black Wings Linz – getragen wurde. Gemeinsam mit mehreren Landesverbänden wurde an einem Konsortium zur Weiterentwicklung des österreichischen Eishockeys gearbeitet.

Prominente Namen für neue Verbandsstruktur

Rund um Kern soll sich mittlerweile ein Team mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Medien gebildet haben. Ziel ist es, den Verband wirtschaftlich und strukturell neu aufzustellen und dadurch auch bessere Möglichkeiten für Förderungen, Nachwuchsarbeit und die Entwicklung des Sports zu schaffen.

Andreas Bierwirth, der ab 14. März 2027 als Generaldirektor der Casinos Austria AG und Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Lotterien tätig sein soll, ist als Vorsitzender eines neuen ÖEHV-Wirtschaftsausschusses vorgesehen. Der ehemalige ORF-Sportkommentator Michael Berger soll die Bereiche PR und Öffentlichkeitsarbeit übernehmen.

Berger sieht vor allem im Verband Handlungsbedarf: Während die Vereine gute Arbeit leisten würden, herrsche auf Verbandsebene Stillstand. Der Sport müsse besser positioniert werden. Dafür brauche es Persönlichkeiten mit einem starken Netzwerk, neuen Ideen und der Fähigkeit, Veränderungen voranzutreiben.

Antrag auf außerordentliche Generalversammlung noch im November möglich

Der nächste entscheidende Schritt könnte bereits in den kommenden Wochen erfolgen. Laut Bericht soll noch im Laufe des Novembers ein Antrag auf eine außerordentliche Generalversammlung eingebracht werden. Dafür ist die Zustimmung von zehn Prozent der stimmberechtigten Vereine erforderlich.

Ziel der Initiative ist es, das derzeitige Präsidium rund um ÖEHV-Präsident Klaus Hartmann abzulösen und eine neue Führung einzusetzen. Damit könnte im österreichischen Eishockey eine neue Ära beginnen. Eine endgültige Entscheidung über die künftige Verbandsführung steht allerdings noch aus.

Pic: SPÖ / Alexander Schwarzl – https://www.flickr.com/photos/sozialdemokratie/31442510463/, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=61100155

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