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ICEHL Tops und Flops: Powerplay!

Die win2day ICE Hockey League legt während der Länderspielpause eine kurze Verschnaufpause ein. Zeit, um auf die bisherige Saison 2026/27 zurückzublicken. Welche Mannschaften überzeugen bislang besonders, wo gibt es Nachholbedarf und welche Statistiken überraschen? In unserer Serie „ICEHL Tops und Flops“ nehmen wir die Zahlen genauer unter die Lupe. Den Auftakt macht das Powerplay – und hier gibt es mit den Vienna Capitals einen klaren Spitzenreiter.

Vienna Capitals mit dem besten Powerplay der Liga

Mit einer Erfolgsquote von 34,78 Prozent führen die Vienna Capitals das Powerplay-Ranking an. Aus 46 Überzahlsituationen erzielten die Wiener 16 Treffer. Damit verwerten sie mehr als jede dritte Möglichkeit und liegen deutlich vor der Konkurrenz. Besonders bemerkenswert: In der Tabelle findet sich die Mannschaft von Platz eins dieser Statistik lediglich auf Rang zehn wieder.

Die Capitals haben somit zumindest in Überzahl eine echte Stärke entwickelt. Allerdings reicht diese bislang nicht aus, um sich auch in der Meisterschaft weiter vorne festzusetzen. Nach 16 absolvierten Spielen stehen 21 Punkte zu Buche.

FTC-Telekom ebenfalls stark – aber nur auf Rang neun

Auch FTC-Telekom kann mit seinem Überzahlspiel zufrieden sein. Die Ungarn liegen mit einer Erfolgsquote von 29,09 Prozent auf dem zweiten Platz. 16 Treffer aus 55 Powerplay-Möglichkeiten bedeuten ebenfalls einen starken Wert.

In der Tabelle rangiert FTC-Telekom allerdings nur auf Platz neun. Mit 22 Punkten aus 16 Spielen ist der Abstand zu den Topteams bereits deutlich. Ähnlich wie bei den Vienna Capitals zeigt sich damit, dass ein starkes Powerplay allein noch keine erfolgreiche Saison garantiert.

Auf Rang drei folgt HCB Südtirol Alperia. Die Bozner kommen auf 25,42 Prozent und erzielten 15 Treffer aus 59 Überzahlsituationen. Anders als bei den beiden davor platzierten Teams passt hier auch die Gesamtbilanz: Südtirol führt mit 39 Punkten die ICEHL-Tabelle an.

Salzburg und Milano komplettieren die Top fünf

EC Red Bull Salzburg belegt mit einer Erfolgsquote von 23,33 Prozent den vierten Rang. Die Salzburger verwerteten 14 ihrer 60 Überzahlsituationen. In der Tabelle liegen die Mozartstädter mit 28 Punkten auf Platz sieben und haben damit noch einiges an Boden auf die Spitzenplätze gutzumachen.

Milano HC folgt mit 22,39 Prozent auf Rang fünf. Die Italiener erzielten 15 Powerplay-Tore aus 67 Möglichkeiten. In der Tabelle steht Milano mit 23 Punkten auf dem achten Platz. Auch hier ist das Überzahlspiel eine wichtige offensive Waffe, die sich bislang aber nur bedingt in einer Spitzenplatzierung widerspiegelt.

KAC und VSV im Mittelfeld

Der EC-KAC liegt mit 20,97 Prozent auf Rang sechs. Die Klagenfurter erzielten 13 Treffer aus 62 Überzahlsituationen und befinden sich damit im soliden Mittelfeld der Spezialteams. In der Tabelle läuft es mit Platz fünf und 30 Punkten ebenfalls ordentlich.

Der EC iDM Wärmepumpen VSV kommt auf 20,41 Prozent und belegt Rang sieben. Die Villacher haben damit zumindest im Powerplay einen respektablen Wert vorzuweisen. Mit 20 Punkten aus 15 Spielen stehen sie allerdings nur auf Rang zwölf. Gerade bei den Adlern wird es darauf ankommen, die vorhandenen offensiven Möglichkeiten auch in konstant gute Ergebnisse umzumünzen.

Die Steinbach Black Wings Linz und der HC Falkensteiner Pustertal halten jeweils bei exakt 20 Prozent. Linz erzielte 13 Treffer aus 65 Möglichkeiten und liegt in der Tabelle mit 36 Punkten auf Rang zwei. Pustertal kommt auf elf Tore aus 55 Überzahlsituationen und belegt mit 32 Punkten den vierten Tabellenplatz. Beide Teams zeigen, dass auch ohne absolute Spitzenwerte im Powerplay eine erfolgreiche Saison möglich ist.

Graz und Ljubljana mit Luft nach oben

Weniger überzeugend fällt die Zwischenbilanz für die Moser Medical Graz99ers und Olimpija Ljubljana aus. Graz kommt auf eine Erfolgsquote von 16,44 Prozent und liegt damit auf Rang zehn. Aus 73 Möglichkeiten gelangen zwölf Treffer. In der Tabelle stehen die Steirer mit 30 Punkten dennoch auf einem starken sechsten Platz.

Noch deutlicher ist der Kontrast bei Olimpija Ljubljana. Die Slowenen kommen mit neun Treffern aus 58 Überzahlsituationen lediglich auf 15,52 Prozent und belegen damit Rang elf im Powerplay-Ranking. In der Meisterschaft läuft es dafür umso besser: Mit 35 Punkten liegt Ljubljana auf dem dritten Tabellenplatz. Die Slowenen beweisen damit, dass man auch ohne besonders effektives Überzahlspiel zu den stärksten Mannschaften der Liga gehören kann.

Innsbruck und die Pioneers am Tabellenende

Im unteren Bereich des Powerplay-Rankings finden sich die Pioneers Vorarlberg, Hydro Fehervar AV 19 und der HC TIWAG Innsbruck. Die Pioneers kommen auf 12,96 Prozent, Fehervar auf 12,90 Prozent. Beide Mannschaften haben damit erheblichen Aufholbedarf. Besonders schwierig gestaltet sich die Situation für Innsbruck. Die Haie bilden mit einer Erfolgsquote von nur 10,53 Prozent das Schlusslicht. Aus 57 Überzahlsituationen gelangen lediglich sechs Treffer. Das ist der schwächste Wert der gesamten Liga.

Auch in der Tabelle spiegelt sich die schwierige Situation wider: Innsbruck liegt mit 15 Punkten auf Rang 13. Noch prekärer ist die Lage bei den Pioneers Vorarlberg. Die Vorarlberger haben nach 18 Spielen gerade einmal zwei Punkte auf dem Konto und sind weiterhin ohne Sieg in regulärer Spielzeit. Mit einer Tordifferenz von -45 ist die sportliche Situation äußerst angespannt. Das schwache Powerplay ist dabei nur ein Teil der Probleme.

 

Bild: Vienna Capitals/Johann Pittner

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