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KAC-Frauen scheitern an EWHL-Aufnahme – Kritik am ÖEHV!

Die Frauen des KAC wollten den nächsten Schritt machen und in der kommenden Saison in der European Women’s Hockey League (EWHL) antreten. Doch der Antrag des Klagenfurter Klubs wurde abgelehnt. Besonders brisant: Zwei Mannschaften hatten die Liga verlassen, dennoch erhielt der KAC keine Aufnahme.

Als offizielle Begründung wurde den Klagenfurterinnen mitgeteilt, der Klub habe „kein Potenzial“, so KAC-Spielerin und Sprecherin Christina Schusser gegenüber dem „Kurier“.

ÖEHV ohne Stimme für den KAC?

Bei der Abstimmung erhielt der KAC laut Bericht insgesamt sechs Stimmen – fünf von ICE-Ligaklubs und eine weitere von einem anderen Verein. Daraus ergibt sich, dass der österreichische Verband keinen Antrag zugunsten des KAC unterstützt haben dürfte.

Der ÖEHV wollte sein Abstimmungsverhalten allerdings nicht offenlegen. Gegenüber dem KURIER verwies der Verband auf die anonyme, ligainterne Abstimmung und erklärte, man kommentiere aus Respekt vor dem Prozess weder das eigene Abstimmungsverhalten noch jenes anderer Mitglieder.

Brisante Kaderliste

Für zusätzlichen Zündstoff sorgt die Tatsache, dass der KAC bereits im Februar eine Kaderliste für die kommende EWHL-Saison vorlegen musste. Darauf standen auch Spielerinnen anderer Vereine, darunter mehrere Akteurinnen der Lakers.

Das Team wird von ÖEHV-Vizepräsident Günther Ropatsch geführt. Schusser sieht darin zumindest einen möglichen Grund für Spannungen: „Dass man während der Saison einen Kader für die kommende Saison bekannt geben muss, sorgt natürlich für Missgunst.“ Gleichzeitig könnten Spielerinnen, die einen Wechsel planen, dadurch bei ihren bisherigen Klubs Probleme bekommen.

KAC will sich nicht bremsen lassen

Trotz der abgelehnten EWHL-Aufnahme wollen die Klagenfurterinnen ihren Weg fortsetzen. Im Nachwuchsbereich trainieren bereits rund 40 Mädchen in eigenen KAC-Teams. Eine Teilnahme an der EWHL hätte den Klub für weitere Spielerinnen noch attraktiver gemacht.

Auch KAC-Präsident Johannes Schwaiger zeigte sich über die Entscheidung verwundert: „Wenn der KAC kein Potenzial hat in Österreich, dann wüsste ich nicht, wer eines hat.“ Für den KAC ist die Ablehnung damit nicht nur eine sportliche Enttäuschung, sondern wirft auch Fragen über die Unterstützung des Frauen-Eishockeys innerhalb des österreichischen Verbandes auf.

Bild: Foto Pessentheiner

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