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Neustart im ÖEHV? Christian Kern als möglicher neuer Präsident im Gespräch!

Im österreichischen Eishockey könnte es zu einem grundlegenden Umbruch kommen. Hinter den Kulissen arbeitet eine Gruppe an einem Neustart des Österreichischen Eishockeyverbandes (ÖEHV) – als möglicher neuer Präsident ist Ex-Bundeskanzler Christian Kern im Gespräch.

Der Druck auf die aktuelle Verbandsführung ist in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Neben der umstrittenen Klage gegen den KURIER und finanziellen Problemen sorgte zuletzt vor allem der Konflikt mit den Spielerinnen des österreichischen Frauen-Nationalteams für Aufsehen. Nun soll eine Gruppe von Verbandsmitgliedern an einer neuen Zukunft für den heimischen Eishockeysport arbeiten.

Mehr Fachkompetenz, weniger Ehrenamt

Dabei soll es laut KURIER nicht lediglich um einen Austausch einzelner Personen gehen. Angestrebt werde ein umfassender Neustart mit mehr professioneller Fachkompetenz und weniger Ehrenamt.

Geplant sind unter anderem Beiräte mit Experten aus Wirtschaft, Politik und Medien. Als mögliche Unterstützer werden dabei Medienprofi Michael Berger sowie Personen aus Konzernvorständen genannt. Auch der ehemalige Sektionschef im Sportministerium, Philipp Trattner, soll für das Projekt gewonnen werden.

An der Spitze könnte Christian Kern stehen. Der ehemalige Bundeskanzler soll derzeit überlegen, seine Kontakte und sein Netzwerk künftig für den österreichischen Eishockeysport einzusetzen. Eine endgültige Zusage gibt es dem Bericht zufolge noch nicht.

ICE-Klubs beraten ab Montag

Bereits ab Montag dürfte die Zukunft des Verbandes auch bei den ICE-Ligavereinen Thema werden. Sollten die möglichen Kandidaten ihre Zusagen erteilen, könnten in der kommenden Woche weitere Gespräche folgen.

Offen ist dabei auch, wie es mit dem amtierenden ÖEHV-Präsidenten Klaus Hartmann und seinem Team weitergeht. Nämlich ob die aktuelle Führung freiwillig Platz macht oder ein Misstrauensantrag notwendig wird.

Fest steht: Ein neues Präsidium muss gewählt werden. Dafür reicht allerdings nicht allein die Unterstützung der Profi-Klubs. Auch Frauenvereine und Landesverbände verfügen über Stimmen – und könnten nach den jüngsten Konflikten ebenfalls einem Neustart zugeneigt sein.

Damit könnte dem österreichischen Eishockey in den kommenden Wochen eine richtungsweisende Auseinandersetzung bevorstehen.

Bild: EC Red Bull Salzburg

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