Die Vienna Capitals präsentieren sich rundum erneuert. Neuer Trainer, neue Spieler, neues Design und ein neuer Name für die Heimstätte: Gegen Fehérvár soll heute der erste Heimsieg her.
Bei den Vienna Capitals beginnt eine neue Ära. Wenn die Wiener heute gegen Fehérvár erstmals in dieser Saison vor heimischem Publikum in der ICE Hockey League antreten, ist vieles neu – vom Trainer über den Kader bis hin zum Erscheinungsbild der Arena. Aus der bisherigen Steffl Arena wird die neuro-Arena. Der neue Namenssponsor neuro.io, ein Schweizer Unternehmen aus dem Bereich KI-Medizin, hat sein Engagement bei den Capitals ausgeweitet. Auch die Mannschaft präsentiert sich optisch verändert: Die neuen Trikots kommen klassisch und schlicht daher und erinnern an einen Retro-Look.
Sportlich soll es dagegen klar nach vorne gehen. Dreimal in Folge verpassten die Capitals zuletzt das Viertelfinale, entsprechend groß ist der Druck, diesmal wieder in die Play-offs einzuziehen. Dafür wurde das Team kräftig verstärkt, zudem übernahm Mike Stewart das Traineramt.
Rekordbudget, aber keine Garantie
Die Wiener gehen mit einem Mannschaftsrekordbudget in die neue Saison. Ein Platz unter den Top sechs ist dennoch keineswegs garantiert, zumal sich auch die Konkurrenz verstärkt hat. Mit HC Milano ist zudem ein neuer Klub in der Liga, der mit zahlreichen Italo-Legionären die Möglichkeiten des Doppelstaatsbürger-Systems ausschöpft. Der erste Saisonstart verlief für die Capitals wechselhaft: Auf eine 2:3-Niederlage in Bozen folgte ein 5:4-Erfolg in Innsbruck. Eine Stärke zeigte sich dabei bereits deutlich: das Powerplay. Vier Überzahltreffer gelangen den Wienern in den ersten beiden Partien – dafür benötigten sie insgesamt nur 66 Sekunden.
Hochkarätige Verstärkungen
Für zusätzliche offensive Qualität sorgen mehrere prominente Neuzugänge. Neben Top-Stürmer Linden Vey stehen unter anderem Nick Bailen, der vom Grazer Meister kam, Torjäger Jakob Lilja vom EV Zug sowie Shane Gersich vom HC Bozen im Capitals-Kader.
Wie weit die Reise der Capitals in dieser Saison geht, könnte auch von der finanziellen Situation abhängen. Ein zusätzlicher Sponsor würde dem Klub weitere Möglichkeiten eröffnen – unter anderem bei der Besetzung der Torhüterposition. Mit Adam Reideborn haben die Wiener zunächst nur bis Mitte Oktober einen hochkarätigen Schlussmann verpflichtet. Der Schwede kam nach der Verletzung von Sebastian Wraneschitz nach Wien. Reideborn spielte zuletzt beim SC Bern, wurde 2022 und 2023 mit ZSKA Moskau russischer Meister, stand 2021 im schwedischen WM-Kader und wurde 2018 zum besten Torhüter der schwedischen Liga gewählt. Sportdirektor Christian Dolezal würde den 33-Jährigen gerne länger halten, wie er gegenüber dem „Kurier“ zu Protokoll gibt: „Wir werden versuchen, ihn zu halten, wenn es für beide Seiten passt.“
Auch Trainer Mike Stewart weiß um den Druck, der in Wien auf den Capitals liegt. Nach drei verpassten Play-off-Teilnahmen in Folge ist das Erreichen der K.-o.-Phase das erklärte Ziel. Stewart geht damit offensiv um: „Das musst du lernen. Sonst solltest du etwas anderes machen.“ Gegen Fehérvár soll nun der erste Heimsieg folgen. Am Samstag wartet mit HC Milano bereits der nächste neue Herausforderer in der Wiener Arena.
Quelle: Kurier.at, Bild: HCI / PAPA Productions









