Marcus Vela führt die Graz99ers in dieser Saison als Kapitän aufs Eis. Der Kanadier spricht über seine neue Rolle, die Mission Titelverteidigung und seine portugiesischen Wurzeln.
Marcus Vela trägt in dieser Saison das „C“ auf der Brust. Der 29-jährige Stürmer ist damit neuer Kapitän der Graz99ers und soll die Mannschaft nach dem Meistertitel als Führungsspieler aufs Eis führen. „Es ist eine Ehre“, sagt Vela gegenüber der „Kronen Zeitung“ über seine neue Aufgabe. Dabei wolle er sich nicht verstellen, sondern jene Rolle ausfüllen, die von ihm erwartet werde. Gerade nach mehreren Abgängen sei seine Erfahrung gefragt. Unter anderem haben Nick Bailen, Kasper Kotkansalo und Lukas Haudum den Klub verlassen, Korbinian Holzer beendete seine Karriere. Für Vela bedeutet der personelle Umbruch gleichzeitig eine Chance für die jüngeren Spieler: „Es ist aber gleichzeitig eine Chance für die Jungen, diese Lücke zu füllen.“
Nicht verteidigen, sondern wieder gewinnen
Von der Mission Titelverteidigung spricht der Kanadier bewusst nicht. „Das ist zu defensiv gedacht. Wir wollen erneut den Titel gewinnen“, stellt der neue Kapitän klar. Bereits beim ersten Heimspiel gegen Bozen soll der nächste Schritt in diese Richtung gemacht werden. Vor der Partie wird der Meistertitel noch einmal gebührend gefeiert: Ex-Kapitän Holzer präsentiert den Meisterpokal, zudem wird das Meisterbanner unter das Hallendach gehievt.
Portugiesische Wurzeln
Abseits des Eises hat Vela eine besondere Verbindung zum Fußball. Obwohl in Vancouver geboren und mit Eishockey aufgewachsen, schlägt sein Herz auch für Portugal. Seine Mutter stammt aus dem Land, sein Vater wurde zwar in Kanada geboren, verbrachte aber Teile seiner Kindheit dort. „Zuhause wurde Portugiesisch gesprochen, wir haben die Traditionen gelebt“, erzählt Vela. Seine Großeltern und Cousins leben weiterhin in Portugal, das er auch regelmäßig besucht. Sollte das portugiesische Eishockey-Nationalteam eines Tages bei ihm anklopfen, würde Vela einen Anruf jedenfalls gerne entgegennehmen. Für das kanadische Nationalteam sei die Konkurrenz dagegen wohl etwas zu groß, meint der 29-Jährige mit einem Augenzwinkern.
Quelle: Kronen Zeitungm Bild: BWL / Draxler









