EC VSV

ICEHL-Preseason: Elf Tore – VSV verliert sein erstes Vorbereitungsspiel!

Der EC iDM Wärmepumpen VSV musste sich im ersten Testspiel der neuen Saison den Kassel Huskies in Zell am See mit 4:7 geschlagen geben. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie zeigten die mit zahlreichen jungen Spielern angetretenen Adler viel Einsatz und Kampfgeist. Besonders im ersten und dritten Drittel wusste Blau-Weiß zu überzeugen, während die abgebrühten Huskies die Villacher Fehler im Mittelabschnitt konsequent bestraften.

Erstes Drittel

Dass es sowohl für die Adler als auch für die Kassel Huskies das erste Preseason-Spiel der neuen Saison war, war von Beginn an in der KE KELIT Arena in Zell am See keineswegs zu erkennen. Beide Mannschaften agierten sowohl offensiv als auch defensiv bereits taktisch sehr abgeklärt und lieferten sich intensive Zweikämpfe. Die erste gute Gelegenheit gehörte den Adlern: Mandl tauchte gefährlich vor Kassel-Torhüter Leon Willerscheid auf, scheiterte jedoch am Schlussmann der Huskies (3.).

Die Adler waren in der Anfangsphase vor allem darauf bedacht, die Scheibe gut zu verwalten, die Zweikämpfe intensiv zu gestalten und im Aufbauspiel Ruhe auszustrahlen. Das gelang zunächst auch sehr gut, ehe ein Scheibenverlust in der eigenen Zone in der siebenten Spielminute zur Führung der Huskies führte. Swette parierte einen verdeckten Distanzschuss zunächst nach vorne, ein Kasseler Angreifer reagierte am schnellsten und drückte den Rebound zum 0:1 über die Linie (7.).

In der Folge verloren die Adler kurzzeitig etwas ihre Struktur und Kassel kam zu zwei guten Gelegenheiten, doch Swette war jeweils zur Stelle. 3:19 Minuten vor Drittelende klingelte es dann endlich im richtigen Kasten: Sproul eroberte an der eigenen blauen Linie sehenswert die Scheibe und leitete damit einen schnellen 3-auf-2-Konter ein. Der Verteidiger suchte selbst den Abschluss, Willerscheid konnte nur nach vorne abwehren und Andersson drückte den Rebound zum verdienten 1:1 über die Linie (17.). Der Treffer war damit beinahe ein Ebenbild des Kasseler Führungstores.

Bis zur ersten Pause übernahmen die Adler zunehmend das Kommando und waren in der Schlussphase des Drittels die spielbestimmende Mannschaft. Kurz vor der Sirene lag sogar noch der Führungstreffer in der Luft, ehe die Pausensirene die Villacher Offensivbemühungen unterbrach. Mit einem leistungsgerechten 1:1 ging es in die erste Drittelpause.

Zweites Drittel

Das zweite Drittel hätte für die Adler kaum besser beginnen können: Gerade einmal vier Sekunden waren gespielt, als die Huskies die Scheibe in der neutralen Zone verloren. Hughes und Wallenta schalteten blitzschnell um und liefen im 2-auf-1 auf das Kasseler Tor zu. Hughes legte im richtigen Moment quer und Wallenta vollendete eiskalt ins Kreuzeck zur 2:1-Führung.

Die Antwort der Huskies ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Nur 2:13 Minuten nach Wiederbeginn nutzten die Deutschen ein schlechtes Stellungsspiel der Adler aus, der anschließende Abschluss schlug halbhoch auf der Fanghandseite von Swette zum 2:2 ein (23.). Wenig später drehten die Huskies die Partie schließlich komplett: Walford verlor in der Offensivzone die Scheibe, Kassel schaltete schnell um und ließ Swette beim anschließenden 3-auf-2-Konter keine Abwehrchance – 2:3 (25.).

Doch die Adler steckten nicht auf und fanden nur wenige Minuten später die passende Antwort. Hughes täuschte zunächst geschickt den Schuss an, spielte stattdessen den Pass auf Wallenta, der zum 3:3 und seinem zweiten Treffer des Abends vollendete (28.).

In der Schlussphase des Mitteldrittels wurde es dann allerdings bitter für Blau-Weiß. 3:39 Minuten vor der zweiten Pause agierten die Adler in Überzahl, als Swette die Scheibe hinter dem eigenen Tor spielen wollte. Dabei brach sein Schläger, Kassel nutzte die kuriose Situation eiskalt aus und traf in Unterzahl zum 3:4.

Zwei Minuten vor Drittelende erhöhten die Huskies nach einer längeren Druckphase weiter. Ein harter One-Timer schlug über Swettes Schulter zum 3:5 ein. Und es sollte noch bitterer kommen: 34 Sekunden vor der Sirene musste Strong wegen Spielverzögerung auf die Strafbank. Direkt nach dem anschließenden Bully kam Kassel zum Abschluss, der One-Timer fand den Weg durch die Beine von Swette ins Tor. So ging es nach einem turbulenten zweiten Abschnitt mit einem 3:6-Rückstand in die zweite Drittelpause.

Drittes Drittel

Die Adler kamen mit viel Schwung aus der zweiten Drittelpause und hatten bereits in der 41. Spielminute die große Chance auf den Anschlusstreffer. Hancock bediente Schreier mustergültig im Slot, der völlig frei zum Abschluss kam, den Puck jedoch genau auf die Maske von Willerscheid setzte. Villach investierte nun viel, zeigte ein hohes Laufpensum und versuchte, die abgebrüht agierenden Huskies früh unter Druck zu setzen.

Und der Aufwand wurde belohnt: Bei noch 18:12 Minuten auf der Uhr schalteten die Adler nach einem Scheibengewinn schnell um und kamen zu einem 4-auf-2-Konter. Strong übernahm den Abschluss und versenkte die Scheibe halbhoch zum 4:6-Anschlusstreffer (42.).

Die Adler bäumten sich nun nochmals auf und erspielten sich mehrere hochkarätige Möglichkeiten. Maxa, Hancock und Teasdale kamen jeweils aus aussichtsreichen Positionen zum Abschluss, ließen jedoch die nötige Zielgenauigkeit vermissen und setzten ihre Versuche am Kasseler Gehäuse vorbei. Die endgültige Entscheidung fiel schließlich 5:46 Minuten vor dem Ende. Keck kam im linken Bullykreis an die Scheibe und zimmerte den Puck sehenswert und maßgenau ins lange Kreuzeck zum 4:7 (55.).

Pierre Allard zeigte sich teilweise zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft:

„Insgesamt haben die Jungs ein gutes Spiel gemacht. Das erste und das dritte Drittel waren unsere besten Abschnitte. Es liegt noch viel Arbeit vor uns, und mit dem zweiten Drittel können wir nicht zufrieden sein. Für viele Jungs war es das erste Spiel, und besonders der Einsatz unserer jungen Spieler hat mir sehr gut gefallen. Sie haben hart gekämpft und bis zum Schluss alles gegeben. Mir hat außerdem gefallen, wie wir die blaue Linie gehalten und in der neutralen Zone agiert haben. Wir haben einige gute Dinge gesehen, an denen wir die gesamte Woche gearbeitet haben. Aber es liegt noch ein weiter Weg vor uns.“

Sonntag, 16. August 2026 | 17:30
EC iDM Wärmepumpen VSV – Kassel Huskies 4:7 (1:1 | 2:5 | 1:1)
Tore VSV:
1:1 Andersson (17.)
2:1 Wallenta (21.)
3:3 Wallenta (28.)
4:6 Strong (42.)

ecvsv.at , Bild: VSV/STEFAN

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