Der HC Slovan Bratislava beschäftigt sich offenbar mit einem Wechsel in eine andere Liga. Der slowakische Traditionsklub könnte vor einem ungewöhnlichen Schritt stehen.
Gespräche Ende September geplant
Wie das tschechische Nachrichtenportal iDNES berichtet, will Slovan Ende September seine Idee den Vereinen der tschechischen Extraliga vorstellen. Anschließend sollen Gespräche über einen möglichen Beitritt geführt werden. Sollte es tatsächlich zu einer Einigung kommen, wäre Slovan das erste ausländische Team in der Geschichte der tschechischen Extraliga.
Liga-Verantwortliche zeigen sich offen
Extraliga-Direktor Martin Loukota bestätigte, dass die Verantwortlichen bereit sind, sich mit dem Vorschlag auseinanderzusetzen. „Wir sind bereit, uns die Idee von Slovan anzuhören“, wird Loukota von iDNES zitiert. Eine Entscheidung ist damit allerdings noch nicht verbunden. Zunächst müsste der Vorschlag geprüft und mit den bestehenden Klubs abgestimmt werden.
Slovan mit gemeinsamer Liga-Vergangenheit
Ein Wechsel wäre für Slovan nicht völlig ohne historische Parallele. Der Klub spielte bereits vor der Auflösung der Tschechoslowakei in der gemeinsamen tschechoslowakischen Liga. Nach der Trennung 1993 war Slovan zunächst in der slowakischen Extraliga aktiv. Zwischen 2012 und 2019 nahm der Verein an der Kontinental Hockey League (KHL) teil, ehe er aus finanziellen Gründen aus der Liga ausstieg. Seit 2019 spielt Slovan wieder in der slowakischen Extraliga.
Noch keine Entscheidung gefallen
Geografisch liegen Bratislava und zahlreiche Standorte der tschechischen Extraliga vergleichsweise nah beieinander. Für Slovan könnte ein solcher Schritt daher auch aus logistischer Sicht interessant sein. Ob der Klub seine Liga tatsächlich verlassen wird, ist derzeit jedoch offen. Der nächste konkrete Schritt soll Ende September erfolgen, wenn Slovan seine Pläne offiziell mit den tschechischen Vereinen besprechen möchte.









