„No Return“-Regel für Overtime beschlossen
Die win2day ICE Hockey League hat
eine neue Regel beschlossen, die ein aktiveres und offensiveres
Spiel in der Sudden-Victory-Overtime fördern soll. Ab Freitag kommt
in der Drei-gegen-Drei-Verlängerung die sogenannte „No Return Rule“
zur Anwendung, die bereits in der Champions Hockey League
erfolgreich eingesetzt wird. Die Regel gilt während der
Sudden-Victory-Overtime, wenn beide Teams bei numerischem
Gleichstand mit jeweils drei Feldspielern und einem Torhüter auf
dem Eis stehen. Dies schließt auch Situationen ein, in denen der
Torhüter durch einen zusätzlichen Feldspieler ersetzt wurde.
Nach der neuen Regel darf eine Mannschaft, die in der Angriffszone
in Puckbesitz ist und den Puck kontrolliert, diesen nicht zurück in
die neutrale Zone oder die eigene Verteidigungszone führen, passen
oder auf andere Weise spielen. Verstößt eine Mannschaft gegen diese
Regel, wird das Spiel unterbrochen und ein Faceoff in der
Verteidigungszone des verursachenden Teams durchgeführt. Nach der
Spielunterbrechung ist kein Spielerwechsel erlaubt.
Die Einführung der „No Return Rule“ soll Mannschaften dazu
animieren, den offensiven Druck aufrechtzuerhalten und Torchancen
in der Verlängerung zu kreieren. Gleichzeitig soll verhindert
werden, dass sich Teams wiederholt und bewusst in die eigene
Spielfeldhälfte zurückziehen, um sich neu zu formieren und einen
neuen Angriff aufzubauen.
Kein Pfiff mehr nach einem Tor
Eine weitere Änderung betrifft das
Verhalten der Schiedsrichter nach einem erzielten Treffer. Ab der
kommenden Saison wird nach einem Tor grundsätzlich nicht mehr
gepfiffen. Stattdessen zeigt der Schiedsrichter den Treffer mit dem
entsprechenden Handzeichen an, indem er auf das Tor deutet.
Hintergrund der Änderung ist unter anderem die zunehmende Bedeutung
des Videobeweises. Zahlreiche Torsituationen können mittlerweile
nachträglich überprüft werden. Ein vorschneller Pfiff kann in
unklaren Situationen die korrekte Bewertung erschweren. Ein Pfiff
erfolgt daher nur noch dann, wenn das Spiel nach einem Treffer
weiterläuft und die Mannschaften nicht erkennen, dass ein Tor
erzielt wurde.
Center wird bei Faceoff-Verstoß ersetzt
Auch beim Faceoff gibt es mit
Beginn der neuen Saison eine Änderung. Begeht eine Mannschaft
während eines Anspiels einen Faceoff-Verstoß, wird der Center der
fehlbaren Mannschaft künftig direkt vom Faceoff ausgeschlossen und
muss durch einen anderen Spieler ersetzt werden.
Eine Ausnahme gibt es nach einem Icing. In diesem Fall wird der
Center beim ersten Faceoff-Verstoß lediglich verwarnt und darf beim
darauffolgenden Anspiel weiterhin als Center teilnehmen. Erst bei
einem weiteren Verstoß drohen entsprechende Konsequenzen.
ice.hockey , Bild: BWL / Eisenbauer









