International

Totalchaos droht: Boykott-Welle gegen Russland erschüttert Eishockey-WM

Der Streit um die Rückkehr Russlands auf die internationale Eishockey-Bühne spitzt sich weiter zu. Nach der umstrittenen Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS), Russland die Teilnahme an der Eishockey-Weltmeisterschaft 2027 zu ermöglichen, formiert sich immer mehr Widerstand. Mehrere Nationen wollen nicht gegen das russische Team antreten.

Den Anfang machte Norwegen. Der norwegische Eishockeyverband stellte am Dienstag offiziell klar, dass die Nationalmannschaft bei der WM 2027 kein Spiel gegen Russland bestreiten wird. Bereits am Montag wurde der Weltverband IIHF über diese Entscheidung informiert.

Als Begründung nannte der Verband neben seiner unveränderten Haltung zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine auch erhebliche Sicherheitsbedenken. Ein Spiel gegen Russland könnte Spieler, Betreuer und deren Familien laut norwegischem Verband erheblichen Sicherheitsrisiken aussetzen. Die persönliche Sicherheit sowie das psychische Wohlbefinden der Teammitglieder hätten oberste Priorität.

Finnland, Schweden, Dänemark und Lettland ziehen mit

Auch andere Länder positionieren sich mittlerweile deutlich. Neben Norwegen kündigten Weltmeister Finnland, Schweden, Dänemark und Lettland an, ebenfalls nicht gegen Russland antreten zu wollen. Besonders Finnland hofft auf eine gemeinsame Linie mit weiteren Nationen. Bereits zuvor hatte der finnische Verbandschef Heikki Hietanen erklärt, dass sein Land Russland nicht gegenübertreten werde, solange der Angriffskrieg in der Ukraine andauert. Damit wächst der Druck auf den Weltverband IIHF. Sollten weitere Nationen dem Boykott folgen, könnte die Durchführung der Weltmeisterschaft mit russischer Beteiligung vor erheblichen Problemen stehen. 

Mittlerweile ist auch Tschechien auf den Zug aufgesprungen und hat angekündigt, keine Spiele gegen Russland zu bestreiten. 

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