Der EC KAC setzt auch in der kommenden Saison auf Kontinuität. Für Head Coach Kirk Furey ist der ausgebliebene große Umbruch kein Risiko, sondern eine bewusste Entscheidung. Der Kanadier glaubt an seine Mannschaft – und hat mit dem Rekordmeister noch große Ziele.
Vertrauen in den bestehenden Kern
Mit fünf Neuzugängen hat der KAC zwar so viele neue Gesichter wie seit Jahren nicht mehr verpflichtet, von einem kompletten Neustart kann aber keine Rede sein. Furey sieht dafür im Interview mit „Laola1.at“ auch keinen Grund: In den vergangenen drei Jahren gewann Klagenfurt zweimal den Grunddurchgang und stand jeweils im Finale.
Die Neuzugänge sollen dem Team zusätzliche Qualitäten verleihen. Gesucht wurde vor allem nach Spielern unter 30 Jahren, die Schnelligkeit, Spielverständnis, Zweikampfstärke und Erfahrung mitbringen. Gleichzeitig setzt Furey weiterhin auf die etablierten Führungsspieler.
Alter spielt keine entscheidende Rolle
Dass der KAC mit einem Durchschnittsalter von rund 30 Jahren der älteste Kader der Liga ist, beschäftigt den Trainer nur wenig. „Das Alter ist für mich nicht wichtig“, betont Furey. Entscheidend seien vielmehr Trainingsintensität, Regeneration und der richtige Umgang mit den Belastungen.
Gerade die älteren Spieler sieht der Coach als wichtige Vorbilder für die jüngeren Kräfte. Sie würden vorzeigen, was professionelle Ernährung, Schlaf und tägliche Arbeit bedeuten. Einige Führungsspieler stehen laut Furey bereits frühmorgens in der Kraftkammer.
Auch die Rückkehr von Jan Mursak für eine weitere Saison freut den Coach besonders. Der Slowene bringe enorme Energie mit und gebe in jedem Training 100 Prozent.
Neue Impulse im Trainerteam
Nach dem Abschied von David Fischer muss Furey künftig ohne seinen langjährigen Weggefährten auskommen. Die Zusammenarbeit mit Fischer bezeichnet der Kanadier rückblickend als „Weltklasse“.
Neu an seiner Seite ist Christoph Brandner. Mit dem ehemaligen KAC-Spieler arbeitete Furey bereits in der Alps Hockey League zusammen. Brandner bringe viel Erfahrung mit und habe keine Scheu, seine Meinung einzubringen. Genau diese Eigenschaften schätzt Furey am neuen Assistant Coach.
Vertrag bis 2029 – Titel bleibt das Ziel
Furey selbst hat seinen Vertrag beim KAC im Sommer bis 2029 verlängert. Seine langfristige Vision ist klar: Der Rekordmeister soll weiter um Titel spielen und gleichzeitig eigene Talente an den Profikader heranführen.
Einen großen Umbruch in den kommenden Jahren will der Coach allerdings nicht planen. „Ich fokussiere mich auf die Gegenwart“, erklärt Furey. Der Stamm, neue Spieler und der eigene Nachwuchs sollen weiterhin die Basis bilden. Der Weg werde dabei nicht immer geradlinig verlaufen.
In Klagenfurt bleibt der Anspruch dennoch unverändert hoch. Für Furey ist der damit verbundene Druck kein Problem: „Druck ist ein Privileg.“ Die volle Halle und die hohen Erwartungen der Fans seien vielmehr Ansporn. Die Mannschaft müsse jeden Abend ehrlichen Einsatz zeigen und den Anhängern spannende Spiele bieten.
Und natürlich soll am Ende möglichst auch das letzte Spiel der Saison gewonnen werden – im Idealfall mit dem Meistertitel.
Bild: HCI / PAPA Productions









