Im Rahmen des Vinschgaucups bestreiten die Wölfe ihr zweites Testspiel der Saison 2026/27. Dabei treffen sie in Latsch auf den tschechischen Extraliga-Club HC VERVA Litvínov, der ebenfalls im Vinschgau seine Sommervorbereitung bestreitet.
Coach Jaspers schickt erneut ein komplettes Aufgebot aufs Eis: Die ersten drei Linien bleiben unverändert – Fitzgerald centert weiterhin die erste Linie mit Bowlby und Purdeller, Bardreau läuft mit Lobis und Ierullo auf, Fontaine führt die dritte Linie mit Rueschhoff und Lipon an. Zandegiacomo rückt in die vierte Linie zu Moncada und Mantinger. In der Defensive bilden Lauridsen und Di Tomaso das erste, Osmanski und Farrance das zweite sowie Glira und Zanatta das dritte Verteidigerpaar; Prast steht als siebter Defender bereit. Im Tor steht diesmal Eddie Pasquale.
Den ersten Angriff des Spiels lanciert Austin Rueschhoff bereits in der Anfangsphase und setzt die Tschechen früh unter Druck. Litvínov antwortet kurz darauf über Koblasa, dessen Querpass im gegnerischen Slot von der HCP-Abwehr geklärt wird. In der 4. Minute muss Farrance auf die Strafbank, doch die Wölfe zeigen ein hervorragendes Penalty-Killing, sodass für Litvínov in Überzahl nicht mehr als zwei harmlose Distanzschüsse herausschauen. Nach Ablauf der Strafe erobert JC Lipon den Puck im Angriffsdrittel und bedient Fontaine, der aus der Vorlage aber keinen Nutzen ziehen kann. In dieser Phase übernimmt der HCP zunehmend die Kontrolle über das Spielgeschehen. Auch als Purdeller wegen Roughing auf die Strafbank muss, lässt die Pustertaler Defensive dank starkem Forechecking kaum etwas zu. Nach einer weiteren Strafe gegen Ierullo (Interference) verpasst zunächst Koblasa den Führungstreffer. Als Litvínov durch Gut (Hooking) selbst in Unterzahl muss, findet der HCP im ersten eigenen Powerplay des Abends gute Möglichkeiten vor: Rueschhoff legt in den Slot auf, Purdeller kann sich gegen die tschechische Abwehr aber nicht durchsetzen, kurz danach scheitert auch Mantinger mit einem verdeckten Schuss am gegnerischen Torhüter.
In der Folge geht Lipon nach einer Puckeroberung allein auf und davon, kann Cajan im Tor der Nordböhmen aber ebenfalls nicht überwinden – im Gegenzug muss Pasquale gegen die starke erste Linie der Gegner sein ganzes Können aufbieten. Zum Ende des ersten Drittels erhöht der HCP nochmals den Druck und wird prompt belohnt: In der Schlussminute nutzt Zandegiacomo einen Konter nach schöner Vorarbeit von Matthias Mantinger eiskalt aus und trifft mit einem verdeckten Schuss aus dem Slot ins lange Eck zum 1:0. Litvínov versucht in der verbleibenden Zeit noch einmal zu reagieren, doch Balaz setzt seine Direktabnahme am Tor vorbei. So geht der HCP mit einer knappen, aber verdienten Führung in die erste Pause.
Litvínov kommt nach der Pause spürbar aggressiver aus der Kabine und erspielt sich früh gute Gelegenheiten. Pasquale muss mehrfach in kurzer Abfolge sein Können zeigen, unter anderem gegen Josef Jicha. Als sich die Tschechen durch eine Strafe von Sousek selbst schwächen, tut sich der HCP im Powerplay zunächst schwer und lässt die Überzahl trotz eines Onetimers von Fitzgerald ungenutzt verstreichen; auch David Kase vergibt auf der Gegenseite gleich zweimal beste Chancen. Die Führung fällt schließlich aus dem Spiel heraus: Nach einem Konter über Rueschhoff und Lipon zieht Farrance nach gewonnenem Bully von der blauen Linie einfach ab, Bowlby fälscht zum 2:0 ab. Nach einer Strafe gegen Bowlby hält Mantinger im Unterzahlspiel gewohnt zuverlässig dagegen, ehe Bednarik nach Kase-Vorlage aus spitzem Winkel den Anschlusstreffer zum 2:1 erzielt. Der HCP lässt sich davon nicht beirren und antwortet postwendend: Gunnarwolfe Fontaine setzt über Rueschhoff einen Konter in Szene und staubt selbst am langen Pfosten zum 3:1 ab. In der Folge gerät Litvínov zunehmend unter Druck und rettet sich mehrfach nur per Icing, während der HCP mit Chancen von Moncada und Mantinger sowie Onetimern von Farrance und Fitzgerald nachlegt, ohne den vierten Treffer zu erzielen. Zwei späte Konter der Gäste über Urban, Kampf und Pistek bringen keine echte Entlastung mehr, sodass der HCP seinen Vorsprung sicher in die zweite Pause bringt.
Litvínov beginnt auch das Schlussdrittel bissig und erspielt sich durch eine Strafe gegen Zanatta (Beinstellen) das erste Powerplay, das aber am starken Killing der Wölfe scheitert – Osmanski entschärft früh die gefährlichste Situation, ehe Di Tomaso nach einem Konter sogar einen Unterzahltreffer knapp verpasst. Kurz darauf dürfen die Wölfe wieder in Überzahl ran, scheitern aber lange Zeit daran, geordnet ins Angriffsdrittel zu kommen. Erst bei einem weiteren Powerplay nach einem Foul von Bednarik baut der HCP mehr Druck auf; die beste Gelegenheit vergibt Lobis nach schönem Diagonalpass von Zanatta knapp vor dem leeren Tor. Die Partie wird in den letzten zehn Minuten vor Schluss zunehmend zerfahrener, eine Reihe von Strafen auf beiden Seiten lässt keinen geordneten Spielfluss aufkommen. Die beste Chance in dieser Phase finden Purdeller und Bowlby in Überzahl vor, scheitern aber an Pavel Cajan. In den Schlussminuten beschert ein hoher Stock von Sukel dem HCP die letzte Überzahl des Nachmittags. Kurz vor der Sirene zieht Farrance nochmal von der blauen Linie ab, es bleibt aber beim 3:1.
Nach dem couragierten Auftritt gegen Gastgeber und DEL-Club ERC Ingolstadt setzt der HC Pustertal beim 10. Vinschgau Cup mit dem souveränen 3:1-Sieg gegen Extraliga-Vertreter Litvínov gleich nach – ein starkes Signal zum Auftakt der Vorbereitung. Bereits am Donnerstag, 27.08. geht es weiter mit dem ersten Preseason-Heimspiel gegen Olimpija Ljubljana.
hcpustertal.com , Bild: Foppa Iwan – HC Pustertal









