Die Vienna Capitals fahren am Samstag-Nachmittag den ersten Sieg der Pre-Season ein. Vor 1.650 Fans gewinnen die Wiener gegen den slowakischen Erstligisten HK Dukla Trencin mit 3:0. Linden Vey (6./PP1), Jérémy Grégoire (35./PP1) und Jakob Lilja (46./PP1) schreiben allesamt im Powerplay an. Shane Gersich war an allen drei Toren mit Assists beteiligt. Caps-Goalie Adam Reideborn verzeichnete in seinem ersten Einsatz prompt ein Shutout. Die Capitals beschließen die Vorbereitung am kommenden Freitag mit einem Gastspiel bei Hydro Fehérvár AV19 (19.15 Uhr).
Im vorletzten Pre-Season-Spiel musste Caps-Head-Coach Mike Stewart auf die verletzten Konstantin Komarek, Nelson Nogier, Ramón Schnetzer, Sebastian Wraneschitz und Max Zimmermann verzichten. Der nachverpflichtete Schwede Adam Reideborn feierte seinen Einstand im Caps-Tor. In der dritten Minute gab Nick Bailen den ersten nennenswerten Schuss der Partie ab. Senna Peeters konnte den Puck allerdings nicht in die Maschen ablenken. Linden Vey legte kurz darauf wuchtig vor das Gästetor auf Bailen ab, diesmal war es der Verteidiger, der die Scheibe nicht ins Tor brachte. In der fünften Minute musste Trencin-Goalie David Hrenak bei einem Abschluss von Benjamin Lanzinger zupacken. Reideborn bekam kurz darauf erstmals etwas zu tun. Ein Schuss von Matthew Sop war allerdings kein Problem für den Schweden. In der sechsten Minute setzte es die erste Strafe gegen die Gäste. Samuel Kupec wurde wegen Haltens an Peeters bestraft. Nur fünf Sekunden nach Ausspruch der Strafe lag der Puck im Gästetor. Erst scheiterte Shane Gersich an Hrenak, doch Vey versenkte den Nachschuss (6./PP1). Zwei Minuten später tankte sich Scott Kosmachuk vor das gegnerische Tor durch, konnte allerdings keinen Abschluss lancieren. In Minute neun gaben gleich mehrere Caps Schüsse ab. Während Bailen an Hrenak scheiterte und Dominic Hackl das Tor verfehlte, knallte Leon Wallner den Puck an die Stange. Devin Steffler wurde in der zehnten Minute wegen Beinstellens mit einer Zweiminutenstrafe belegt. Die Slowaken hatten in der ersten Minute des Powerplays einige Möglichkeiten, die gefährlichste fand Andrej Kudrna vor, doch nach Reideborns Save kratzten die Caps-Verteidiger den Puck von der Linie. Die Caps hielten sich in Unterzahl jedoch schadlos. In weiterer Folge entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem beide Teams ihre Möglichkeiten vorfanden. Die hochkarätigste hatten die Capitals. Peeters schickte Felix Koschek in der 17. Minute mit einem langen Pass Richtung Tor, doch der gebürtige Wiener scheiterte an Hrenak. In der 19. Minute zog Martin Kalis vor das Caps-Tor, wo Reideborn weiter alles im Griff hatte.
Die Gäste erwischten einen besseren Start ins Mitteldrittel wurde
aber nicht brandgefährlich. In der 23. Minute brachte Raphael Wolf
den Puck von der linken Seite scharf vor das Tor, Koschek konnte
Hrenak nicht überwinden. Wallner versuchte es in der 25. Minute von
der linken Seite, kam aber ebenfalls nicht am Schlussmann der
Slowaken vorbei. In der 27. Minute ging Samuel Krajc hart auf das
Eis. Sam Antonitsch erwischte den Trencin-Angreifer von hinten mit
dem Schläger im Gesicht. Im Fallen prallte Krajc in Hackl.
Konsequenz daraus waren zwei Zweiminutenstrafen gegen Antonitsch.
Die Capitals verteidigten in Unterzahl blitzsauber. Bis auf einen
Kudrna-Abschluss in Minute 30 wurden die Gäste zu keinem Zeitpunkt
gefährlich. Kosmachuk setzte Vey in der 32. Minute in Szene, der
Caps-Kapitän scheiterte aber an Hrenak. In der 35. Minute gab es
die nächste Strafe gegen die Gäste. Kudrna musste wegen
Stockschlags vom Eis. Wieder dauerte es nur wenige Sekunden, bis
die Scheibe im Tor der Slowaken landete. Bailen brachte den Puck
scharf von der linken Seite vor das Tor, wo Geburtstagskind Jérémy
Grégoire erfolgreich abfälschte (35./PP1). In der letzten Minute
des Drittels zog Krajc auf das Caps-Tor, wurde aber von Wolf an
einem Abschluss gehindert.
Die erste gute Möglichkeit des Schlussabschnitts hatte Grégoire,
der nach Vey-Zuspiel aus kurzer Distanz an Hrenak scheiterte. Kurz
darauf versuchte es Steffler, doch auch der Verteidiger brachte den
Puck nicht am Slowaken vorbei. In Minute 44 gab es die wieder eine
Strafe gegen die Gäste. Andrej Krajcovic wurde wegen übertriebener
Härte an Grégoire auf die Strafbank geschickt. Gersich ließ in der
46. Minute einen One-Timer auf das gegnerische Tor los, doch Hrenak
verhinderte noch einen weiteren Gegentreffer. Kurz darauf war der
Dukla-Schlussmann wieder machtlos. Jakob Lilja fälschte einen
Vey-Schuss ins Tor ab (46./PP1). Kupec ließ auf der anderen Seite
in der 52. Minute einen Schuss los, doch Hackl blockte diesen. In
der 56. Minute wurde wieder eine Strafe gegen Trencin
ausgesprochen. Kudrna wurde wegen Haltens bestraft. Die Capitals
sorgten in Überzahl für viel Betrieb, konnten diesmal aber nicht
anschreiben. Stattdessen hatte Ture Linden in Unterzahl die
Möglichkeit auf den Treffer, doch Reideborn stellte sich dem
Trencin-Angreifer in den Weg. 32 Sekunden vor Spielende rangelten
Gersich und Ondrej Maruna miteinander und bekamen jeweils zwei
Strafminuten wegen übertriebener Härte aufgebrummt. Kurz darauf
stand der erste Caps-Sieg in der laufenden Vorbereitung fest. Adam
Reideborn, der erst gestern in Wien angekommen ist, hielt seinen
Kasten sauber.
Statement Mike Stewart, Head-Coach der Vienna Capitals
„Wir haben in den gesamten 60 Minuten eine sehr ordentliche Leistung gezeigt. Vor allem in den ersten 20 Minuten war unsere Energie absolut in Ordnung. Wir sind durch ein Powerplaytor in Führung gegangen. Ich habe gemerkt, dass das den Jungs Selbstvertrauen gegeben hat. Wir haben weiter gepusht. Wir sind in der Defensive sehr gut gestanden, unser Powerplay und unser Penalty Killing haben heute sehr gut funktioniert. Im Penalty Kill haben wir ein neues System reingebracht, das lässt sich nicht über Nacht umsetzen. Wir haben es heute besser ausgeführt, auch die Kleinigkeiten wurden besser gemacht. Adam Reideborn hat auch einen sehr guten Eindruck gemacht und in den ersten 20 Minuten ein paar wichtige Saves gehabt. Es war Zeit, dass wir einen Sieg einfahren. Bis jetzt war es nicht leicht, unser Kader war relativ dünn. Es tut der ganzen Mannschaft für das Selbstvertrauen und den Kopf sehr gut, dass wir heute gewonnen haben. Danke an das Publikum für die Unterstützung. Wenn das Wetter draußen so schön ist, ist es nicht selbstverständlich, dass so viele Fans in die Halle kommen!“
Vienna Capitals – HK Dukla Trencin 3:0 (1:0, 1:0,
1:0)
Tore Capitals: Linden Vey (6./PP1), Jérémy Grégoire (35./PP1),
Jakob Lilja (46./PP1)
www.vienna-capitals.at, Pic: Vienna Capitals/Manfred Szieber









