ICEHL

Neue Kaderregel könnte ICEHL auf den Kopf stellen: KAC-Präsident Schwaiger macht Druck!

Zwischen der win2day ICE Hockey League und dem Österreichischen Eishockeyverband (ÖEHV) stehen wichtige Verhandlungen bevor. Mit Saisonende läuft der bestehende Kooperationsvertrag aus. Besonders die Kaderregelung sorgt für Diskussionen. KAC-Präsident und Liga-Vizepräsident Johannes Schwaiger fordert eine rechtlich einwandfreie Lösung und strebt gleichzeitig eine langfristige Zusammenarbeit mit dem Verband an.

Derzeit überweist die ICEHL jährlich knapp 400.000 Euro als Lizenzgebühr an den ÖEHV. Wie es nach dem Auslaufen der Vereinbarung weitergeht, ist allerdings noch offen. Vor allem bei der Behandlung von EU-Spielern gehen die Vorstellungen auseinander.

„Wir wollen eine Kooperation, egal mit wem vom Verband!“, betont Schwaiger gegenüber der „Kronen Zeitung„. Gleichzeitig stellt er klar, dass die Liga bei der zukünftigen Kaderregelung europarechtliche Vorgaben berücksichtigen müsse. „Es müssen Gesetze eingehalten werden, EU-Spieler dürfen keine Ausländer sein. Das wäre Diskriminierung!“, erklärt der Liga-Vizepräsident.

Neue Kaderregelung könnte Spielermarkt verändern

Sollte die von Schwaiger geforderte Regelung umgesetzt werden, hätte das weitreichende Auswirkungen auf die Kaderplanung der ICEHL-Klubs. EU-Spieler würden demnach nicht mehr als Legionäre zählen, sondern den einheimischen Akteuren gleichgestellt werden. Das könnte insbesondere für österreichische Spieler neue Möglichkeiten eröffnen. So könnten etwa Kärntner künftig bei Olimpija Ljubljana oder Tiroler bei Südtiroler Vereinen unter anderen Voraussetzungen spielen. Umgekehrt würden auch Spieler aus Slowenien, Italien oder Ungarn sowie entsprechend eingebürgerte Nordamerikaner von einer solchen Regelung profitieren.

Allerdings gibt es laut Schwaiger auch Widerstand. Insbesondere internationale Liga-Teilnehmer könnten durch eine Änderung ihre bisherigen Vorteile bei der Kaderzusammenstellung verlieren. „Es braucht Chancengleichheit, weil andere Länder unterschiedliche Einbürgerungsmöglichkeiten haben“, betont der KAC-Präsident. An einer neuen Kaderregelung wird bereits gearbeitet. Ziel sei eine Lösung, die sowohl rechtlich Bestand hat als auch für einen ausgeglichenen Wettbewerb sorgt. „Die Liga muss spannend sein. Wir suchen nach einer fairen, praktikablen, gesetzeskonformen und transparenten Lösung“, so Schwaiger.

ICEHL strebt Zehn-Jahres-Vertrag mit dem ÖEHV an

Neben der Kaderregelung stehen weitere wichtige Themen auf der Verhandlungsagenda. Die Liga möchte mit dem Verband eine langfristige Vereinbarung über zehn Jahre abschließen. Hintergrund ist unter anderem die Planungssicherheit bei der Nachwuchsförderung. Laut Schwaiger benötige die Ausbildung eines Nachwuchsspielers rund zehn Jahre.

Geklärt werden sollen außerdem der Spielplan, die Nationalteam-Pausen, die Höhe der Lizenzgebühr sowie die Bedingungen für die Abstellung von Nationalspielern. Derzeit erhalten ICEHL-Klubs keine finanzielle Entschädigung, wenn ihre Spieler für das österreichische Nationalteam im Einsatz stehen.

Schwaiger fordert klare Zuständigkeiten

Eine stärkere Einflussnahme des ÖEHV auf den Profibetrieb lehnt der Liga-Vizepräsident ab. Für ihn müssen die Verantwortungsbereiche klar voneinander getrennt sein. „Das Nationalteam ist Sache des Verbandes, der Nachwuchs liegt in Händen der Vereine und der Profi-Sport, der hier in GmbHs geregelt ist, fällt in die Agenden der Liga.“

Bild: Martin Metelko

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