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KAC-Torwarttrainer Hočevar: „Heute muss der Goalie der beste Skater sein“

Seit sechs Jahren ist Andrej Hočevar als Goaltending-Coach beim EC-KAC tätig. Der ehemalige slowenische Nationaltorhüter bringt dabei seine Erfahrung aus 18 Jahren Profikarriere ein und arbeitet sowohl mit der Kampfmannschaft als auch mit den Nachwuchsgoalies der Rotjacken.

Hočevar absolvierte zahlreiche Weltmeisterschaften und nahm mit Slowenien an den Olympischen Spielen in Sotschi teil. Die Erfahrungen aus seiner aktiven Zeit gibt er nun an die KAC-Torhüter weiter. Dabei haben sich die Anforderungen an einen Goalie in den vergangenen Jahren laut dem Slowenen deutlich verändert.

Skating als Schlüssel

Besonders wichtig sei heute das Schlittschuhlaufen. „Heute muss der Torwart der beste Skater sein, weil das Spiel so dynamisch und schnell ist“, erklärt Hočevar gegenüber „meinbezirk.at„. Neben dem Skating spielt auch das Lesen des Spiels eine zentrale Rolle. Ein Torhüter müsse möglichst früh erkennen, was der Gegenspieler vorhat, um sich entsprechend positionieren zu können.

Das Goalie-Training beim KAC beginnt deshalb bereits im Sommer. Im Juli stehen zunächst Skating, Bewegungsabläufe und der richtige Einsatz der Schlittschuhkanten im Mittelpunkt. Erst danach kommen Schüsse, Pässe und weitere spielnahe Übungen hinzu.

Auch internationale Spiele nutzt Hočevar zur Weiterentwicklung. Bei CHL-Auftritten in Skandinavien oder der Schweiz beobachtet er neue Ansätze und versucht, diese Erkenntnisse sowohl für die Torhüter der Kampfmannschaft als auch für den Nachwuchs nutzbar zu machen.

Auch mentale Stärke entscheidend

Eine immer größere Bedeutung habe zudem die mentale Komponente. Gerade Torhüter seien durch die öffentliche Aufmerksamkeit und soziale Medien einem hohen Druck ausgesetzt. Fehler und Gegentore gehörten zum Torhüter-Dasein dazu – entscheidend sei, wie schnell ein Goalie diese verarbeitet und wieder nach vorne blickt.

Beim KAC kann Hočevar auf ein erfahrenes Duo mit Sebastian Dahm und Florian Vorauer setzen. Aufgrund des dichten Spielplans mit zahlreichen Wochen mit drei Partien wird die Rotation zwischen den beiden Torhütern eine wichtige Rolle spielen.

„Eine Mannschaft, die nicht auf zwei Torhüter setzt, wird am Ende der Saison das Nachsehen haben. Das ist aber unser Vorteil, denn wir haben zwei gute Torhüter, denen wir absolut vertrauen“, blickt Hočevar zuversichtlich auf die kommende Saison.

Bild: HCB/Vanna Antonello

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