Beim EC VSV herrscht seit Dienstag vorerst Erleichterung: Die Villacher Adler können wie geplant am Freitag mit dem Auswärtsspiel bei den Pioneers Vorarlberg in die neue ICE-Saison starten. Die langfristige Zukunft des Traditionsklubs bleibt allerdings weiterhin ungeklärt.
Wie der „ORF“ berichtet, appelliert die Liga an die Region, sich zum VSV zu bekennen und den Verein insbesondere durch den Kauf von Eintrittskarten zu unterstützen. Auch die Kärntner Sportkoordination will den Klub im Rahmen ihrer Möglichkeiten begleiten. Landessportdirektor Arno Arthofer betonte, dass es nun darum gehe, die Zukunft des VSV nachhaltig abzusichern.
Wie hoch die Schulden des Vereins tatsächlich sind, ist weiterhin offen. Bei einem Treffen im Bürgermeisterbüro wurden am Dienstag erste Zahlen präsentiert. Vonseiten des Landes wurde betont, dass eine seriöse und transparente Kommunikation notwendig sei.
Villachs Bürgermeister Günther Albel stellte unterdessen klar, dass für die finanzielle Notfallmaßnahme kein Steuergeld verwendet worden sei. Die Mittel stammten aus der Privatwirtschaft. Zusätzlich hätten die Vereine der ICE Hockey League einen sechsstelligen Betrag zur Unterstützung aufgebracht. Zukünftig will man sich hier auch weiterhin solidarisch zeigen – ein „Solidaritätsbeitrag“ in Höhe von 15.000€ soll in einen Fonds eingezahlt werden, um Klubs unterstützen zu können.
Für den VSV geht es nun darum, sich langfristig finanziell und organisatorisch stabil aufzustellen. Sportliche Ergebnisse dürften in der laufenden Saison zunächst in den Hintergrund rücken – im Mittelpunkt steht die nachhaltige Sicherung der Vereinszukunft.
Bild: VSV/Krammer









