HC Bozen

Finale & Meisterschaft: HC Bozen-Kapitän Luca Frigo im Interview!

Nach dem Viertelfinal-Aus in der letzten Saison hat der HCB Südtirol Alperia in der bevorstehenden Spielzeit wieder größere Ambitionen. Luca Frigo blickt im Interview auf eine intensive Saison zurück und spricht über seine neue Rolle als Kapitän sowie die bevorstehenden Aufgaben.

„Nach jeder Saison gibt es immer etwas zu lernen. Selbst wenn man gewinnt, gibt es stets Bereiche, in denen man sich verbessern und für die folgende Saison besser werden kann. Im Vergleich zur letzten Saison wollen wir beständiger sein und unser Spiel genau dann noch einmal verbessern, wenn es am meisten zählt“, sagt Luca Frigo auf Nachfrage zur abgelaufenen Spielzeit, die für den HCB Südtirol Alperia mit dem Viertelfinal-Aus gegen Ljubljana früher endete als in den drei vorherigen Jahren. Für den 33-Jährigen und seine Kollegen vom italienischen Nationalteam war es mit der Teilnahme an den Winterspielen Milano Cortina eine besonders intensive Spielzeit, wobei vor allem das olympische Eishockeyturnier in bester Erinnerung geblieben ist.

Frigo erzielte den ersten italienischen Treffer, als er das „Blue Team“ im ersten Spiel gegen Schweden nach vier Minuten in Führung brachte. „Es hat eine Weile gedauert, bis ich realisiert habe, dass etwas passiert ist, wovon ich immer geträumt hatte. Teil des Teams zu sein und dann das erste Tor seit 2006 zu erzielen, war unglaublich. Es war besonders schön, weil meine Familie und enge Freunde beim Spiel waren. Es war ein besonderer Moment für mich und auch für sie.“

Frigo als neuer HCB-Kapitän

Nach der Weltmeisterschaft der Top-Division im Mai nahm sich der Flügelstürmer drei Wochen Auszeit vom Eishockey, um im Urlaub wieder Kräfte zu tanken. Danach startete er in die Vorbereitung. Die neue Bozner Mannschaft kam Mitte August auch zum Trainingscamp in Corvara zusammen. „Das Camp war sehr wichtig, besonders weil wir in dieser Saison mehrere neue Spieler haben, darunter einige jüngere. Die Zeit, die wir in Corvara verbracht haben, war wichtig, um uns besser kennenzulernen, eine gewisse Chemie zu entwickeln und ein besseres Verständnis dafür zu bekommen, wie unsere Teamkollegen denken“, weiß Frigo, der das Team von Neo-Headcoach Antti Karhula erstmals als Kapitän anführen wird.

Denn Frigo wurde zum 20. Kapitän in der 93-jährigen Geschichte der Weiß-Roten ernannt. Er spielt seit dem Sommer 2016 in Bozen und entwickelte sich seitdem zu einem der prägendsten Spieler des HCB. „Kapitän zu sein ist eine unbeschreibliche Ehre, aber es bringt auch eine große Verantwortung mit sich. Ich weiß genau, was es bedeutet, dieses Trikot und jetzt auch das ‚C‘ zu tragen. Aber es geht nicht um mich; es geht um das Team. Wir wollen gemeinsam gewinnen. Dafür brauchen wir einen starken Zusammenhalt und die Bereitschaft, hart zu arbeiten.“

Fokus auf das große Ziel

Nach dem Abgang von Daniel Frank ist Frigo der einzige Spieler der aktuellen Mannschaft, der beim letzten Liga-Titelgewinn der Bozner 2018 dabei war. Und der 33-Jährige weiß ganz genau, worauf es in einer langen Saison ankommt: „Selbst wenn man eine schwere Niederlage erleidet oder Spieler durch Verletzungen verliert, was zum Spiel gehört, muss man einfach auf das ultimative Ziel fokussiert bleiben, das alle erreichen wollen: das Finale zu erreichen und die Meisterschaft zu gewinnen.“

ice.hockey , Bild: HCB/Loris Bregolato

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