Die Steinbach Black Wings Linz müssen sich auswärts in Regensburg mit 3:2 geschlagen geben. Die Eisbären gehen zuerst in Führung und legen direkt nach. Obwohl die Linzer das Spiel kurzzeitig an sich reißen und sich mit zwei Treffern zurückspielen, können sie die erneute Führung der Hausherren nicht verhindern.
Zehn Tage nach dem Heimsieg gegen den VSV machten sich die Linzer am Samstagvormittag auf den Weg nach Regensburg, wo sie auswärts auf die Eisbären trafen. Dieses Mal pausierten Brady Shaw, Brian Lebler und Vojtech Mozík in der Partie. Auf’s Eis geführt wurden die Oberösterreicher von ihrem Schlussmann Dylan Wells. Nach nur zwei Minuten konnten sich die Eisbären durch ein Breakaway erstmals in der Partie in Führung bringen. Norman Hauner brachte die Scheibe ins Angriffsdrittel und kam zum Abschluss. Der Stürmer brachte das Gerät über Wells ins Tor und stellte auf 1:0 für die Hausherren (3. Minute). Kurz darauf verbuchten die Gäste die erste Strafe. Dabei erwischte es Emilio Romig aufgrund eines Beinstellens. In Unterzahl kreierte das Special Team der Linzer eine gute Gelegenheit in der Offensive. Shawn St-Amant legte von der linken Seite auf Graham Knott, der kurzerhand zu ihm zurückspielte. St-Amant schloss auf Oskar Autio ab, doch der Schuss geriet zu zentral und landete im Handschuh. Lange Zeit zum Durchatmen gab es nicht, da folgte bereits der Konter der Regensburger. Pepino Langmaier kam auf das Gehäuse der Linzer zu, doch Niklas Würschl und Philipp Wimmer positionierten sich gut und konnten einen zweiten Treffer verhindern.
Nach genau zehn Minuten traf es die Gäste mit der zweiten Strafe, nachdem Luca Erne ein Beinstellen gegen Cody Haiskanen verzeichnete. Die Eisbären konnten ihre Überzahl jedoch nicht zu ihren Gunsten nutzen und die zwei Minuten verstrichen ohne eine große Gelegenheit. In der 13. Minute probierte Taylor Vause, Dylan Wells zu bezwingen, doch Oskar Maier kam dazwischen und wehrte die Scheibe gekonnt ab, bevor sie zum Schlussmann durchdringen konnte. Gleich darauf erspielten sich die Stahlstädter die nächste Chance. Wieder war es Shawn St-Amant, der auf das lange Eck des Regensburger Gehäuses abfeuerte, doch der Puck wollte nicht hineingehen. In der 15. Minute erwischte es die Heimmannschaft mit einer Strafe gegen Corey Trivino, der aufgrund eines hohen Stocks gegen Marlon Tschofen in die Kühlbox musste. Nur 28 Sekunden waren die Linzer selbst im Powerplay, da verbuchten sie ebenfalls eine Strafe. Dieses Mal traf es Shawn St-Amant aufgrund übertriebener Härte. Kurz darauf wurde es auf der Strafbank noch kuscheliger, als sich Emilio Romig und Cody Haiskanen dazugesellten.Zwei Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels probierte es Luca Erne noch einmal mit einem Schuss aufs Tor, konnte das Gerät aber nicht reinbringen. Gleich danach verabschiedeten sich die Mannschaften in die Kabine.
Linzer verkürzen Führung
Das zweite Drittel startete für die Linzer in Unterzahl, da sich Kyle Topping Sekunden vor der Pausensirene eine Strafe wegen eines Crosschecks einheimste. Das Powerplay der Eisbären überstanden die Linzer gut und es folgten körperbetonte Spielminuten mit einer Torchance der Eisbären durch Mark Jirgensons. Der Schuss war jedoch zu ungenau und segelte am Tor von Dylan Wells vorbei. Durch einen unglücklichen Abpraller gelangte die Scheibe in der 28. Spielminute perfekt auf den Schläger der Gegner und Kevin Slezak versenkte sie im Tor. Somit bauten die Eisbären ihre Führung auf 2:0 aus (28. Minute). In der 31. Minute musste Shawn St. Amant erneut in die Kühlbox, dieses Mal aufgrund eines hohen Stocks. Norman Hauner probierte es mit einem Schuss ins kurze Eck, jedoch war Dylan Wells zur Stelle und wehrte den Versuch erfolgreich ab. Die Stahlstädter ließen sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und überstanden das Powerplay ohne Gegentor.
Das Spiel ging jedoch hitzig weiter und es folgte ein Stangenschuss der Eisbären durch Pepino Langmeier. Gleich zum Gegenschlag versuchten die Oberösterreicher, die Scheibe am Torhüter der Eisbären vorbei ins Netz zu bringen, jedoch wurde der Schuss von Gerd Kragl durch Oskar Autio erfolgreich abgewehrt. Philipp Wimmer versuchte es in der 35. Minute erneut mit einem Torschuss, welcher jedoch direkt im Handschuh des gegnerischen Torhüters landete. Aufgrund eines Beinstellens und hohen Stocks handelte sich Marian Bauer gleich zwei plus zwei Minuten auf der Strafbank ein. Das Powerplay konnten die Oberösterreicher erfolgreich nutzen und Luis Lindner schoss die Stahlstädter in der 37. Spielminute zum 2:1. Das Zuspiel dafür kam von Trenton Bliss. Bis zu den letzten Sekunden des zweiten Drittels versuchte Linz, die Chancen erneut in Tore zu verwandeln, doch der Ausgleich blieb vorerst noch aus. Mit dem 1:2 aus Sicht der Gäste ging es in den zweiten Kabinengang.
Regensburg holt sich den Sieg
Das dritte Drittel startete für die Stahlstädter mit einem Mann weniger, Luca Erne kehrte verletzungsbedingt nicht mehr aufs Eis zurück. Das Spiel ging rasant weiter, die Linzer erhöhten den Druck auf die Hausherren und kamen zu einigen Schüssen aufs Tor. Marlon Tschofen versuchte sein Glück mit einem zentralen Schuss, der jedoch aufgrund der Abwehr des gegnerischen Torhüters über das Tor segelte. Nach einem rasanten Schlagabtausch folgte schließlich der langersehnte Ausgleich durch die Linzer. Shawn St. Amant versenkte die Scheibe nach Zuspiel von Christoph Tialler im Tor. Nach erneuter Überprüfung wurde der Treffer anerkannt (48. Minute).
Langes Durchatmen gab es jedoch nicht: Dylan Wells schaffte es, eine Torchance der Eisbären zu verhindern. Weiter ging es mit einem Schlagabtausch beider Mannschaften, der schließlich zu einem Tor für die Hausherren durch Norman Hauner führte (52. Minute). Dylan Wells hatte keine ruhige Sekunde, die Gegner versuchten erneut, die Scheibe im Tor zu versenken, doch der Stahlstädter parierte erfolgreich. Aufgrund eines hohen Stocks musste Philipp Wimmer auf die Strafbank. Das Powerplay der Hausherren überstanden die Linzer erfolgreich. Nach einer guten Chance durch Niklas Würschl brach kurz darauf vor dem gegnerischen Tor ein Kampf aus. Daraufhin wurden auf beiden Seiten mehrere Strafen ausgesprochen, doch die letzte Spielminute wurde im Fünf-gegen-fünf zu Ende gespielt. Für den Ausgleich reichte es auf Seiten der Stahlstädter allerdings nicht mehr und man musste sich schließlich mit 3:2 gegen die Eisbären geschlagen geben.
Am Freitagabend steigt auswärts in Fehérvár der Auftakt in die Regular Season. Zwei Tage danach fordern Brian Lebler und Co. vor heimischem Publikum den Liganeuling HC Milano. Tickets dafür sind auf tickets.blackwings.at und an der Abendkasse erhältlich.
Eisbären Regensburg –
Steinbach Black Wings 3:2 (1:0; 1:1; 1:1)
Tore: 1:0
Norman Hauner (3. Min); 2:0 Kevin Slezak (28. Min); 2:1 Luis
Lindner (37. Min); 2:2 Shawn St-Amant (48. Min/PP); 3:3 Norman
Hauner (52. Min)
blackwings.at , Bild: BWL / Stummer









