Beim EC iDM Wärmepumpen VSV herrscht kurz vor dem Start der neuen ICE-Saison große Unruhe. Geschäftsführer Martin Winkler hat sein Amt mit sofortiger Wirkung zurückgelegt. Gleichzeitig steht der Klub vor finanziellen Herausforderungen und will nun die vergangenen Jahre umfassend aufarbeiten.
Wie die „Kronen Zeitung“ berichtet stehen beim VSV unter anderem offene Forderungen von Finanzamt und ÖGK sowie mögliche Rückzahlungen von Corona-Hilfen im Raum. Dabei soll es um eine Summe von knapp zwei Millionen Euro gehen. Für alle genannten Vorwürfe gilt natürlich die Unschuldsvermutung.
Die Liga hatte den VSV bereits im Jänner auf mögliche Schwierigkeiten angesprochen und Unterstützung angeboten. Eine finanzielle Hilfe durch die win2day ICE Hockey League ist laut Liga-Kreisen aufgrund der Statuten allerdings nicht möglich.
Man will weitermachen
VSV-Obmann Manfred Herzog will den Klub dennoch auf Kurs halten. „Wir wollen weitermachen“, betont Herzog. Als erste Maßnahme soll ein umfassender Kassasturz erfolgen, bei dem die vergangenen drei Jahre genau unter die Lupe genommen werden. Auch innerhalb des Vereins soll es offene Gehälter und Rechnungen geben. Betroffen sollen Spieler, Trainer und weitere Mitarbeiter sein. Zudem wird ein neuer Geschäftsführer für den Profi-Betrieb der GmbH gesucht. Auch die Stadt Villach fordert angesichts der Entwicklungen vollständige Transparenz von der VSV-GmbH.
Am Donnerstag beschäftigte sich auch die ICE-Liga mit der Situation. Der Saisonstart des VSV ist aktuell nicht gefährdet: Laut Liga-Manager Christian Feichtinger sind die finanziellen Voraussetzungen erfüllt und die notwendige Bankgarantie hinterlegt. Zudem wurde vereinbart, dass die anderen ICE-Klubs vorerst keine VSV-Spieler abwerben.
Sportlicher Fahrplan
Sportlich steht für die Adler bereits der nächste Test auf dem Programm. Am Freitagabend trifft der VSV auf die Augsburger Panther. Am 18. September starten die Draustädter bei den Pioneers Vorarlberg in die neue Saison. Das erste Heimspiel steigt erst am 2. Oktober gegen Liganeuling HC Milano.
Bild: VSV/Krammer









