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Vom ICEHL-Crack zum Schiedsrichter: Vier ehemalige Liga-Spieler schlagen neues Kapitel ein!

Kele Steffler, Zintis Zusevics, Fabian Nussbaumer und Luca Muigg haben nach ihrer Zeit als Spieler den Weg in die Schiedsrichterlaufbahn eingeschlagen. Beispiele wie Dominik Unterweger und Dario Winkler zeigen, dass der Aufstieg vom aktiven Eishockey in den Liga-Schiedsrichterbereich durchaus rasch gelingen kann.

Neue Aufgabe statt Karriereende

Wer jahrelang in der win2day ICE Hockey League gespielt hat, kennt das Tempo, die Intensität und die besonderen Herausforderungen des heimischen Spitzeneishockeys aus nächster Nähe. Für einige ehemalige Liga-Cracks bedeutet das Ende ihrer aktiven Laufbahn allerdings nicht, dem Sport den Rücken zu kehren. Stattdessen übernehmen sie eine neue Aufgabe auf dem Eis: Sie wechseln auf die Seite der Unparteiischen.

Mit Kele Steffler, Zintis Zusevics, Fabian Nussbaumer und Luca Muigg werden gleich vier langjährige ICE-Akteure mit diesem Schritt in Verbindung gebracht. Sie bringen Erfahrungen aus dem leistungsorientierten Eishockey mit und wollen diese nun in einer anderen Funktion einbringen.

Der Wechsel vom Spieler zum Schiedsrichter ist dabei mehr als ein Rollenwechsel. Während Spieler auf ihre eigenen Aufgaben, ihre Linie und die Zusammenarbeit innerhalb der Mannschaft konzentriert sind, müssen Unparteiische das gesamte Geschehen im Blick behalten. Sie sind gefordert, Spielsituationen schnell einzuschätzen, Entscheidungen unter Druck zu treffen und diese auch in emotionalen Momenten konsequent umzusetzen.

Erfahrung aus der Kabine als möglicher Vorteil

Die eigene Spielerkarriere kann für angehende Schiedsrichter eine wertvolle Grundlage sein. Wer selbst auf hohem Niveau gespielt hat, kennt typische Zweikämpfe, die Dynamik vor dem Tor und die Situationen, in denen ein Spiel besonders intensiv wird. Auch das Verständnis für taktische Abläufe und die Perspektive der Spieler können bei der Beurteilung von Spielszenen helfen.

Automatisch zum guten Referee macht die Erfahrung als Spieler allerdings niemanden. Regelkenntnis, Laufvermögen, Stellungsspiel, Kommunikation und die Fähigkeit, auch unter großem Druck objektiv zu bleiben, müssen ebenso entwickelt werden. Zudem verlangt die neue Rolle, das Spiel aus einer anderen Perspektive zu betrachten und Entscheidungen unabhängig von den Interessen einer Mannschaft zu treffen.

Für ehemalige ICE-Spieler eröffnet sich damit eine Möglichkeit, dem Eishockey auf hohem Niveau verbunden zu bleiben. Gleichzeitig profitiert der Sport grundsätzlich davon, wenn Menschen mit Erfahrung aus dem Profibereich bereit sind, Verantwortung in der Spielleitung zu übernehmen.

Unterweger und Winkler als Beispiele für einen schnellen Aufstieg

Dass der Weg vom Spieler zum Schiedsrichter nicht zwangsläufig lange dauern muss, zeigen Dominik Unterweger und Dario Winkler. Beide stehen beispielhaft für den Übergang aus dem aktiven Eishockey in die Spielleitung.

Unterweger, der zuvor als U20-Nationalteamspieler aktiv war, gab im Oktober 2025 sein Debüt als Schiedsrichter in der ICE Hockey League. Er leitete dabei die Begegnung zwischen den Pioneers Vorarlberg und dem EC Red Bull Salzburg – Hockey-News berichtete damals über sein Ligadebüt.

Auch Dario Winkler schlug nach seiner Spielerkarriere diesen Weg ein. Der ehemalige Stürmer, der unter anderem für Red Bull Salzburg, die Vienna Capitals und den HC Innsbruck auflief, beendete seine aktive Laufbahn und wandte sich der Schiedsrichterei zu. In der Saison 2024/25 war er bereits als Eishockeyschiedsrichter tätig, zur Spielzeit 2025/26 wurde er in den Head-Referee-Kader der Alps Hockey League aufgenommen.

Diese Beispiele verdeutlichen, dass ein Aufstieg in höhere Spielklassen bei entsprechender Leistung und Einsatzbereitschaft in überschaubarer Zeit möglich sein kann. Entscheidend sind dabei nicht allein die bisherigen Erfolge als Spieler, sondern vor allem die Leistungen in der neuen Funktion.

Eine wichtige Perspektive für das heimische Eishockey

Die Schiedsrichterlaufbahn bietet ehemaligen Profis die Möglichkeit, ihre Erfahrung weiterzugeben und dem Sport in einer neuen Rolle erhalten zu bleiben. Gerade in einer anspruchsvollen Liga wie der ICE Hockey League sind Spielverständnis, Entscheidungsstärke und ein gutes Gefühl für die Dynamik einer Partie wichtige Voraussetzungen.

Mit Steffler, Zusevics, Nussbaumer und Muigg kommen nun weitere ehemalige Liga-Spieler als mögliche Verstärkung für den Schiedsrichterbereich hinzu. Wie schnell sie sich in höheren Spielklassen etablieren können, hängt von ihrer Entwicklung und ihren Leistungen ab. Die Beispiele Unterweger und Winkler zeigen jedenfalls, dass der Schritt vom ICE-Spieler zum Referee eine realistische Perspektive sein kann.

Für die vier ehemaligen Cracks beginnt damit ein neues Kapitel im Eishockey – diesmal nicht mit Schläger und Trikot, sondern mit Pfeife und Regelbuch.

Bild: HCI / PAPA Productions

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