Die Steinbach Black Wings müssen sich in Spiel zwei der Pre-Season gegen den HC Litvínov mit einem knappen 2:3 geschlagen geben. Die beiden Mannschaften lieferten sich über die 60 Minuten hinweg einen beherzten Kampf mit hoher Intensität und einem körperbetonten Spiel. Bis zum Ende blieb es spannend, schließlich musste man sich jedoch im ersten Spiel des Wochenendes geschlagen geben.
Sechs Tage nach dem Pre-Season-Auftakt kehren die Linzer am Samstagabend auf das Eis zurück. Im Zuge des Vinschgau Cups bestreiten sie an diesem Wochenende gleich zwei weitere Spiele in dieser Testphase. Für die heutige Partie gegen den HC Litvínov wurde das Line-up ein wenig abgeändert. So musste man auf Patrick Söllinger, der krankheitsbedingt frühzeitig von Südtirol nach Hause fahren musste, verzichten. Ebenfalls nicht im Line-up waren Brian Lebler, Julian Pusnik und Vojtech Mozik die heute pausieren durften. Stattdessen rückten Paul Eder, Stefan Gaffal und Luca Erne in das Line-up zurück. Greg Moro führte die Mannschaft als Kapitän auf das Eis und war gleichzeitig der einzige Legionär in der heutigen Verteidigung. Die Starting Six komplettierte Torhüter Dylan Wells. Obwohl die Linzer mit Kraft und Energie in die Partie starteten und direkt in die Offensive gingen, gelang es den Tschechen nach einer Minute und drei Sekunden, das Spiel auf die andere Seite zu verlagern und direkt in Führung zu gehen. Nach einem guten Pass von Matus Sukel brachte Dominik Volejnicek die Scheibe im kurzen Eck unter und stellte auf 1:0 für Litvínov (2. Minute). Nur eine Minute später kam der Konter der Linzer. Emilio Romig zog nach vorne und brachte die Scheibe in die Angriffszone. Dort legte er auf Trenton Bliss ab, der den Puck hinter Pavel Cajan im Kasten versenkte (3. Minute). Zwei Minuten später wurde die erste Strafe des Abends verhängt. Aufgrund eines hohen Stocks erwischte es Paul Eder, der für zwei Minuten auf die Strafbank musste.
In Unterzahl gelang den Oberösterreichern wenig später gleich der Führungstreffer. Graham Knott brachte die Scheibe aus der neutralen Zone und kam im Breakaway auf Cajan zu. Mit einem starken Schuss ins kurze, linke Eck erhöhte er mit dem Shorthander auf 1:2 (7. Minute). Die Stahlstädter ließen nicht nach und machten sich in der Offensive weiter stark. Zusätzlich schwächten sich die Tschechen in der 10. Minute selbst, nachdem Martin Havelka eine 2-Minuten-Strafe erhielt. Auch im Powerplay ließ die Mannschaft von Head Coach Philipp Lukas nichts anbrennen und feuerte auf das Gehäuse von Litvínov ab. Luis Lindner schloss auf Cajan ab, der Schuss geriet jedoch zu zentral und stellte somit keine Gefahr dar. In der 12. Minute wurde das Spiel aus Sicherheitsgründen unterbrochen, da es Probleme mit dem Plexiglas an der Bande gab. Beide Teams verließen das Eis und gingen zurück in die Kabine. Die erste Pause des Abends wurde somit vorgezogen, und die verbleibenden acht Minuten des ersten Drittels wurden vor dem zweiten Drittel angehängt. Das Spiel wurde nach zehn Minuten wieder weitergeführt und beide Mannschaften lieferten sich ein ausgeglichenes Duell. Eine Minute vor dem Ende des ersten Drittels versuchte es Philipp Wimmer mit einem Schuss von der blauen Linie, konnte Cajan aber nicht bezwingen.
Litvínov gleicht aus
Nach einer Pause ging es direkt mit dem zweiten Spielabschnitt weiter. Nach sieben Sekunden mussten die Linzer für zwei Minuten auf Trenton Bliss verzichten, der auf die Strafbank geschickt wurde. Die Stahlstädter überstanden das Unterzahlspiel ohne Großchancen, ehe es wieder fünf-gegen-fünf weiterging. Kurz danach wurde die zweite Linie des HC Litvínov gefährlich und Matej Mastalirsky kam schnell auf Dylan Wells zu. Er versuchte, ihn in letzter Sekunde zu überraschen und den Puck hinter dem Linzer Goalie zu versenken, doch Wells konnte seinen Schienbeinschoner rechtzeitig dazwischenbringen. Zusätzlich entschärfte Philipp Wimmer die Situation, indem er die Scheibe aus dem Drittel brachte. Auch die Linzer verschafften sich in der 19. Minute eine große Chance. Niklas Würschl kam an die Scheibe und gab an Graham Knott weiter. Der Stürmer schloss auf Pavel Cajan ab, dieser war jedoch zur Stelle und verhinderte den Treffer. Zwei Minuten später waren es wieder die Oberösterreicher, die in die Offensive gingen.
Kurz nach dem Abschluss von Brady Shaw auf den tschechischen Kasten gab es eine kleine Auseinandersetzung, die jedoch ohne Strafen ausging. Auch in diesem Mitteldrittel konnten sich die Stahlstädter mit guten Zuspielen immer wieder nach vorne bringen, der dritte Treffer für die Linzer blieb jedoch vorerst noch aus. In der 27. Minute machte die tschechische Mannschaft wieder auf sich aufmerksam und versuchte, zu Wells durchzukommen. Die Stahlstädter verstellten ihnen jedoch geschickt die Wege und ließen nichts zu. Nur wenige Sekunden danach gelang ihnen schließlich doch der Ausgleich. David Kämpf überraschte Dylan Wells im langen Eck und stellte mit seinem Treffer auf 2:2 (27. Minute). Litvínov tankte durch den Ausgleich mehr Energie und ging sofort erneut in die Offensive, doch die Linzer konnten einen weiteren Treffer verhindern. Kurz vor dem zweiten Kabinengang erwischte es die Oberösterreicher mit der nächsten Strafe und Niklas Würschl musste in die Kühlbox.
Linzer müssen sich geschlagen geben
Linz war wenige Augenblicke nach Beginn des letzten Spielabschnitts wieder komplett, da traf es die Tschechen mit einer Strafe. Matus Sukel musste aufgrund eines hohen Stocks für zwei Minuten aussetzen und die Stahlstädter gingen erneut in Überzahl. Dabei versuchte die erste Linie ordentlich Druck aufzubauen und Luis Lindner gab einen gefährlichen Schuss ins linke Eck ab, doch Kevin Czuczman brachte seine Schulter dazwischen und wehrte die Scheibe ab, bevor es für Cajan brenzlig werden konnte. In der 46. Minute konnte Litvínov die Führung ausbauen. Nach einem schönen Zuspiel von Vojtech Husinecky lenkte Petr Koblasa das Gerät hinter Wells ins Tor (46. Minute). Die Linzer ließen nicht locker und Gerd Kragl feuerte auf den tschechischen Goalie ab, dieser konnte jedoch gut parieren. In der 49. Minute erwischte es die Tschechen gleich mit der nächsten Strafe. Adam Polasek musste aufgrund eines Beinstellens gegen Marlon Tschofen auf die Strafbank. Im Powerplay ergab sich durch Graham Knott eine weitere gute Gelegenheit. Er brachte die Scheibe vor das Tor und spielte zurück, dort befand sich aber leider kein Abnehmer. Kurz darauf bot sich für Oskar Maier eine Chance, doch auch dieser konnte den Goalie des HC Litvínov nicht überwinden. Auch in den letzten fünf Minuten lieferten sich die beiden Mannschaften noch einen beherzten Fight mit Intensität und Körperbetonung. Drei Minuten vor Ende gelang den Oberösterreichern beinahe der Ausgleich. Lukas Kainz brachte das Gerät zum Tor und gab an Emilio Romig ab. Dieser konnte den Pass jedoch nicht richtig annehmen und verpasste die Gelegenheit. Zwei Minuten vor Ende gingen die Stahlstädter zu einem denkbar guten Zeitpunkt in ein weiteres Powerplay aufgrund eines Beinstellens der Tschechen. Das Special Team der Linzer erhöhte ordentlich den Druck auf Litvínov. Zusätzlich bekamen die Linzer eine Kraft hinzu, da der sechste Feldspieler eingewechselt wurde. So ging es für die letzten zwei Minuten mit dem Vier-gegen-Sechs weiter. Der Ausgleich für die Oberösterreicher blieb am Ende jedoch aus.
Für die Steinbach Black Wings geht es heute bereits weiter beim Vinschgau Cup in Südtirol. Nicht einmal 24 Stunden nach dem heutigen Spiel treffen die Linzer morgen auf den ERC Ingolstadt. Das nächste Heimspiel in der Linz AG Eisarena steigt dann am 28. August gegen die Straubing Tigers. Tickets dafür sind auf tickets.blackwings.at und an der Abendkasse erhältlich.
HC Litvínov – Steinbach
Black Wings 3:2 (1:2; 1:0; 1:0)
Tore: 1:0 Dominik
Volejnicek (1. Min); 1:1 Trenton Bliss (3. Min), 1:2 Graham Knott
(7. Min/SH), 2:2 David Kämpf (27. Min), 3:2 Petr Koblasa (46.
Min/PP)
blackwings.at , Bild: BWL / Stummer









