Die Vienna Capitals verlieren nach zuletzt drei Siegen in Folge am Mittwochabend bei den Steinbach Black Wings Linz mit 1:4. Die Treffer der Linzer durch Brady Shaw (11., 53.), Oskar Maier (16.) und Graham Knott (47.) werden teilweise von kapitalen Eigenfehlern der Wiener begünstigt. Im Mitteldrittel, in dem die Hauptstädter zumindest den Ausgleich erzielen hätten müssen, markiert Simon Bourque das einzige Tor der Capitals (27.). In der Tabelle finden sich die Wiener nun auf Rang sechs wieder. Am Sonntag steigt in der neuro.io arena das Duell mit Meister Moser Medical Graz99ers (14.45 Uhr).
Im Vergleich zum 4:2-Heimsieg gegen die Pioneers Vorarlberg am vergangenen Samstag gab es nur eine Änderung im Lineup der Wiener. Tobias Buchinger fungierte anstelle von Lennox Setzinger als Backup von Adam Reideborn. Verletzt fehlte erneut das Quartett bestehend aus Benjamin Lanzinger, Raphael Wolf, Sebastian Wraneschitz und Max Zimmermann. Bereits in der zweiten Minute wurde eine Strafe gegen die Capitals ausgesprochen. Jérémy Grégoire wurde wegen Haltens mit einer Zweiminutenstrafe belegt. Vor Reideborn herrschte zwar viel Betrieb, doch die Caps hielten sich in Unterzahl schadlos. In der elften Minute fanden die Capitals eine Großchance vor. Konstantin Komarek bediente Shane Gersich mit einem Querpass, doch der US-Amerikaner konnte den Puck nicht hinter Linz-Goalie Dylan Wells befördern. Mit dem direkten Gegenzug schlugen die Oberösterreicher zu. Ein abgelenkter Querpass landete im Slot bei Shawn St-Amant, der das Auge für den freien Brady Shaw hatte. Der Kanadier feuerte den Puck ins Tor (11.). In weiterer Folge kamen beide Teams zu Möglichkeiten, das nächste Tor erzielten aber die Linzer. Die Caps verloren den Puck im eigenen Drittel, Reideborn hatte gegen Oskar Maier das Nachsehen (16.). In der 18. Minute gab es die erste Strafe gegen einen Akteur der Hausherren. Patrick Söllingers Haken gegen Christof Kromp wurde mit einer Zweiminutenstrafe sanktioniert. In Überzahl kam Komarek zu zwei guten Möglichkeiten, brachte den Puck aber nicht an Wells vorbei. Die Oberösterreicher hielten sich in Unterzahl schadlos.
Im Mitteldrittel hielten klar die Wiener das Heft des Handelns in
der Hand. Von Beginn weg hatten die Kagraner die besseren
Möglichkeiten, in der 27. Minute gelang dem Team von Mike Stewart
der Anschlusstreffer. Simon Bourque verwertete eine mustergültige
Vorlage von Grégoire per One-Timer. Jakob Lilja musste zur Mitte
des Mitteldrittels den Weg in die Kabine antreten. Der Schwede
konnte nicht mehr am Spiel teilnehmen. In der 31. Minute gab es
eine Strafe gegen die Hausherren, Brian Lebler musste wegen
Behinderung auf die Strafbank. Wieder fanden die Wiener gute
Möglichkeiten vor, doch weder Komarek noch Linden Vey konnten in
Überzahl den Ausgleichstreffer markieren. Kurz nach Leblers
Rückkehr fand Sam Antonitsch eine Großchance vor. Der Wiener wurde
per langem Pass auf die Reise geschickt, doch mit seinem Abschluss
war erneut bei Wells Endstation. Kurz vor Ende des zweiten Drittels
konterten die Capitals nach einem Scheibenverlust der Hausherren,
doch Komarek scheiterte erneut an Wells.
Kurz nach Wiederbeginn hatten die Capitals die nächste Möglichkeit
auf den Ausgleich, doch Kosmachuk traf nur die Stange. In der 44.
Minute zog St-Amant per Konter auf das Tor der Donaustädter, wurde
aber von Bourque an einem besseren Abschluss gehindert. In der 47.
Minute unterlief den Wienern dann ein Schnitzer. Der Puck landete
im eigenen Slot bei Graham Knott, der sich diese Chance nicht
entgehen ließ (47.). In der 50. Minute wurde Nick Bailen mit einer
Zweiminutenstrafe wegen Spielverzögerung bedient. Die Wiener ließen
in Unterzahl aber erneut nichts Gefährliches zu. Dafür sorgten die
Oberösterreicher in der 53. Minute für die Vorentscheidung. Die
Caps verloren den Puck nach einem Bullygewinn in der Offensivzone.
Shaw schnürte seinen Doppelpack nach einem Alleingang (53.). Trotz
des Drei-Tore-Rückstands steckten die Hauptstädter nicht auf und
versuchten noch einmal heranzukommen. Felix Koschek brachte den
Puck in der 58. Minute nach einer sehenswerten Kombination im Tor
der Linzer unter. Der vermeintliche Treffer wurde allerdings nach
Videoüberprüfung aufgrund einer vorangegangenen Abseitsposition
zurückgenommen. Laut offizieller Statistik gaben die Caps 25
Torschüsse ab, die Hausherren deren 29.
Statement Mike Stewart, Head-Coach der Vienna Capitals
In den ersten zehn Minuten waren unsere Busbeine zu sehen, aber wir haben gut verteidigt und die gegnerischen Chancen minimiert. Dann sind wir durch unnötige Fehler mit 0:2 in Rückstand geraten. Im zweiten Abschnitt sind wir rausgekommen und es ging nur in eine Richtung. Die Schussstatistik sprach mit 15:5 für uns. Wir hatten einige Topchancen, Stangenschüsse und haben uns zurück in die Partie gekämpft. Im letzten Drittel waren wir zu Beginn mit der Scheibe etwas schlampig. Dann hat Linz aus zwei individuellen Fehlern Kapital schlagen können. Zum Schluss hat uns ein nicht gegebenes Tor auch noch Momentum gekostet. Wenn wir gewinnen wollen, brauchen wir einen entschlosseneren Auftritt. Wir haben uns heute selbst ins Knie geschossen. Wie hart die Jungs gearbeitet haben, steht außer Frage. Doch einige Entscheidungen waren heute suboptimal.
BWL Steinbach Black Wings Linz
VIC Vienna Capitalswww.vienna-capitals.at, Bild: Vienna Capitals/Manfred Szieber









