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Teamchef Roger Bader zieht positives WM-Fazit: „Wir haben das Optimum herausgeholt“

Österreichs Teamchef Roger Bader blickt mit Zufriedenheit auf die Weltmeisterschaft 2026 zurück. Im Interview mit dem „Kurier“ bezeichnete der Schweizer das Abschneiden seiner Mannschaft als Erfolg und sieht das Nationalteam weiterhin auf einem guten Weg, sich dauerhaft unter den Top-Nationen zu etablieren.

Neun Punkte trotz personeller Probleme

Mit neun Punkten erreichte Österreich das zweitbeste WM-Ergebnis der vergangenen 20 Jahre. Besonders die zahlreichen Ausfälle auf der Mittelstürmer-Position stellten das Trainerteam vor große Herausforderungen.

„Wir haben das Optimum herausgeholt“, resümierte Bader. Zwar sei die deutliche Niederlage gegen Deutschland nach einer frühen Führung zunächst enttäuschend gewesen, insgesamt überwogen für den Teamchef jedoch die positiven Erkenntnisse. Die vielen Absagen hätten sogar dazu beigetragen, dass die Mannschaft die Auftaktspiele gegen Großbritannien und Ungarn mit höchster Konzentration anging.

Lob für das Kollektiv

Besonders hob Bader die geschlossene Mannschaftsleistung hervor. Er habe nach dem Turnier keinen Spieler gesehen, dessen Nominierung er im Nachhinein infrage stellen würde. Positiv überrascht hätten ihn vor allem die jungen Angreifer Leon Kolarik und Tim Harnisch, die ihre Chance auf internationaler Bühne nutzen konnten.

Fahrplan Richtung WM 2027 steht

Auch die Vorbereitung auf die nächste Weltmeisterschaft ist bereits fixiert. Im November nimmt Österreich erneut am Deutschland Cup teil, ehe im Februar ein Vier-Nationen-Turnier in Oslo gegen Norwegen, Dänemark und Ungarn folgt. Ab April startet schließlich die WM-Vorbereitung mit insgesamt fünf Trainingslagern.

Neu ist zudem eine zweijährige Vereinbarung mit Dänemark, die in den kommenden beiden Jahren jeweils zwei Testspiele gegeneinander vorsieht.

„Österreich ist die Nummer zwölf der Welt“

Trotz der starken Entwicklung anderer Nationen wie Dänemark oder Norwegen sieht Bader Österreich weiterhin auf Kurs. Das Ziel bleibe, den Platz unter den besten zwölf Nationen der Welt nachhaltig zu festigen. „Wir sind die Nummer zwölf der Welt. Bei den letzten fünf Weltmeisterschaften waren wir viermal unter den Top-12 und einmal sogar Achter“, erklärte der Teamchef. Unter optimalen Voraussetzungen sei auch ein Viertelfinaleinzug weiterhin ein realistisches Ziel.

Auch die Entwicklung der ICE Hockey League bewertet Bader positiv. Dass zuletzt mehrere ausländische Teams im Halbfinale standen, bereite ihm keine Sorgen. Entscheidend sei vielmehr, dass österreichische Klubs den Grunddurchgang zuletzt auf den Spitzenplätzen abgeschlossen hätten.

Bild: City-Press GmbH Bildagentur

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