Beim italienischen Eissportverband (FISG) ist es zu einer überraschenden Wende gekommen. Langzeitpräsident Andrea Gios verpasste bei der Wahl für eine vierte Amtszeit die notwendige Zweidrittelmehrheit und ist damit nicht wiedergewählt worden. Da zugleich keiner der drei Gegenkandidaten die erforderliche absolute Mehrheit erreichte, bleibt das Präsidentenamt vorerst unbesetzt.
Gios scheitert trotz klarer Mehrheit
Gios erhielt bei der Wahl 1.315 von 2.017 gültigen Stimmen und kam damit auf 63,95 Prozent. Für eine Wiederwahl wären jedoch 66,67 Prozent notwendig gewesen. Es fehlten letztlich lediglich 55 Stimmen. Aufgrund der Statuten kann der 63-Jährige bei der auf Herbst verschobenen Neuwahl nicht erneut kandidieren.
Die drei Gegenkandidaten blieben allesamt deutlich hinter Gios zurück. Tommaso Teofoli erreichte rund 21 Prozent der Stimmen, Walter Andriolo knapp elf Prozent und Fabio Labia rund zwei Prozent.
Verband muss neuen Präsidenten suchen
Bis zur Neuwahl bleibt Gios gemeinsam mit dem bisherigen Vorstand kommissarisch im Amt und führt die Geschäfte des Verbandes weiter. Ein neuer Wahltermin soll im Herbst festgelegt werden, wie „Sportnews.bz“ berichtet.
Stefan Zisser, Präsident des Südtiroler Eissportverbandes, sprach nach der Abstimmung von einer „Protestwahl“. Aus seiner Sicht habe es den Gegenkandidaten in erster Linie darum gegangen, Gios zu verhindern. Nun wolle man versuchen, bis zur Neuwahl einen starken Kandidaten aus Südtirol für das Präsidentenamt zu gewinnen.






