EC VSV

Rückkehr des VSV-Kapitäns rückt näher: Villach will in Salzburg punkten!

Nach dem Kärntner Derby wartet auf den EC iDM Wärmepumpen VSV bereits die nächste anspruchsvolle Auswärtsaufgabe. Am heutigen Freitag gastieren die Adler beim EC Red Bull Salzburg. Während die Blau-Weißen nach zwei absolvierten Partien bei einem Sieg und einer Niederlage halten, warten die Mozartstädter nach drei Spieltagen noch auf ihren ersten Saisonsieg. Spielbeginn in der Eisarena Salzburg ist um 19:15 Uhr. Das Radio Kärnten Eishockey-Magazin und Sporteurope.tv übertragen die Partie live. 

DIE AUSGANGSSITUATION 

Der EC iDM Wärmepumpen VSV startete mit einem 2:1-Auswärtserfolg gegen die Pioneers Vorarlberg in die neue Spielzeit. Elias Wallenta und Joël Teasdale erzielten dabei die beiden Treffer der Adler. Am Mittwoch folgte im 364. Kärntner Derby allerdings ein Rückschlag: Beim EC-KAC mussten sich die Blau-Weißen deutlich mit 1:6 geschlagen geben.

Ausschlaggebend war dabei vor allem die unterschiedliche Effizienz vor dem Tor. Die Klagenfurter verwerteten sechs ihrer 34 Torschüsse und kamen damit auf eine Scoring Efficiency von 17,65 Prozent. Auf der Gegenseite brachte der VSV 32 Schüsse auf das Tor, konnte davon allerdings lediglich einen verwerten; das entspricht einer Effizienz von 3,13 Prozent. Auch am Bullypunkt hatten die Adler Verbesserungspotenzial: 25 gewonnenen Faceoffs standen 41 verlorene gegenüber.

Nun wartet mit dem EC Red Bull Salzburg bereits der nächste hochkarätige Gegner. Die Mozartstädter sind allerdings alles andere als nach Wunsch in die neue ICE-Saison gestartet. Nach drei absolvierten Partien wartet Salzburg noch auf den ersten Sieg. Zum Auftakt setzte es vor heimischem Publikum eine deutliche 1:7-Niederlage gegen den EC-KAC. Anschließend mussten sich die Red Bulls auswärts beim HCB Südtirol Alperia mit 3:6 geschlagen geben, ehe am Mittwoch gegen den HC TIWAG Innsbruck beim 2:3 nach Penaltyschießen zumindest der erste Punkt der Saison gelang.

Bei den Special Teams ist nach lediglich zwei beziehungsweise drei absolvierten Spielen naturgemäß noch wenig Aussagekraft gegeben. Verbesserungspotenzial besteht auf beiden Seiten bislang vor allem im Powerplay. Die Adler warten nach acht Überzahlsituationen noch auf ihren ersten Powerplay-Treffer. Salzburg konnte zwei seiner bislang 13 Möglichkeiten nutzen und hält damit bei einer Erfolgsquote von 15,38 Prozent.

Deutlich besser präsentiert sich Blau-Weiß bislang in Unterzahl. Neun von zehn Situationen überstanden die Adler schadlos, was einer Erfolgsquote von 90 Prozent entspricht. Beim Auftaktsieg in Vorarlberg gelang zudem ein Shorthander. Salzburg hält im Penalty Killing nach drei Spielen bei 76,92 Prozent: In 13 Unterzahlsituationen kassierten die Red Bulls drei Gegentreffer.

DER GEGNER

Der EC Red Bull Salzburg zählt seit mittlerweile zwei Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Mannschaften im österreichischen Eishockey. Seit dem Einstieg in die höchste Spielklasse holten die Mozartstädter zehn Ligatitel und prägten insbesondere die vergangenen Jahre. Zwischen 2022 und 2025 sicherten sich die Red Bulls vier Meisterschaften in Folge und stellten damit einen neuen Ligarekord auf.

In der vergangenen Saison fand diese beeindruckende Serie allerdings ein überraschend deutliches Ende. Salzburg beendete den Grunddurchgang auf Rang drei und traf im Viertelfinale auf den HC Pustertal. Dort mussten sich die Red Bulls in vier Spielen geschlagen geben und schieden mit einem 0:4-Sweep bereits in der ersten Playoff-Runde aus. In der Folge trennte sich der Verein von Head Coach Manny Viveiros und leitete im Sommer eine sportliche Neuausrichtung ein.

Mit Alan Letang steht seit dieser Saison ein neuer Head Coach hinter der Salzburger Bande. Der 50-jährige Kanadier war zuletzt in der DEL2 bei den Blue Devils Weiden tätig und verfügt zudem über umfangreiche Erfahrung im kanadischen Nachwuchseishockey. Unter anderem arbeitete Letang als Head Coach der Sarnia Sting in der OHL sowie für die kanadischen U18- und U20-Nationalmannschaften.

Auch der Kader wurde im Sommer deutlich verändert. Insgesamt standen (im Vergleich zur Vorsaison) elf Abgängen neun Neuzugänge gegenüber. Besonders die Defensive erhielt ein neues Gesicht. Mit Wyatt Kalynuk verpflichteten die Salzburger einen Verteidiger mit NHL-, AHL- und KHL-Erfahrung. Der 29-Jährige absolvierte unter anderem 26 NHL-Partien für die Chicago Blackhawks und bringt zudem mehr als 200 AHL-Spiele mit. Neu sind außerdem die kanadischen Verteidiger Olivier Galipeau und Jayden Lee. Galipeau bringt unter anderem Erfahrung aus der DEL und AHL mit, während Lee nach seiner College- und ECHL-Zeit erstmals in Europa spielt.

Trotz des Umbruchs können die Red Bulls weiterhin auf einen erfahrenen und seit Jahren eingespielten Kern bauen. Kapitän Thomas Raffl geht weiterhin voran, ebenso stehen mit Michael Raffl, Peter Schneider, Benjamin Nissner, Mario Huber und Ali Wukovits zahlreiche etablierte Leistungsträger im Salzburger Aufgebot. Im Tor zählen mit Atte Tolvanen und David Kickert weiterhin zwei Nationalteam-Torhüter zum Stammpersonal der Mozartstädter.

Der schwache Start in die ICE Hockey League darf dabei nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Salzburger bereits vor dem Ligastart internationale Pflichtspiele absolvierten. In der Champions Hockey League feierten die Red Bulls Anfang September unter anderem einen 3:0-Heimsieg gegen Bílí Tygři Liberec.

PERSONELLES

Personell muss Head Coach Pierre Allard in Salzburg weiterhin auf Thomas Vallant verzichten. Der Verteidiger fällt aufgrund seiner Unterkörperverletzung definitiv aus. Auch Kapitän Alexander Rauchenwald steht am Freitag noch nicht zur Verfügung. Sein Comeback ist für das Auswärtsspiel am kommenden Mittwoch in Ungarn vorgesehen.

Bei Alex Wall wird hingegen weiterhin von Tag zu Tag entschieden. Die Oberkörperverletzung des Verteidigers wurde nochmals genauer untersucht, sein Zustand wird weiterhin laufend evaluiert. Ob Wall in Salzburg ins Line-up zurückkehren kann, entscheidet sich erst am Spieltag. Selbiges gilt für Paolo Wieltschnig. Der 23-Jährige war zuletzt erkrankt, auch bei ihm fällt die Entscheidung über einen möglichen Einsatz kurzfristig.

Für die Adler geht damit die intensive Startphase der neuen Saison weiter. Nach dem Auftaktsieg in Vorarlberg und dem ersten Kärntner Derby wartet mit Salzburg innerhalb weniger Tage die nächste große Herausforderung in der Fremde. Die Red Bulls stehen nach ihrem punktelosen Start aus den ersten beiden Partien und dem ersten Zähler gegen Innsbruck bereits früh unter Zugzwang. Für Blau-Weiß gilt es hingegen, die Lehren aus dem Derby zu ziehen, vor dem gegnerischen Tor wieder effizienter zu werden und insbesondere am Bullypunkt eine Steigerung zu zeigen.

EC Red Bull Salzburg – EC iDM Wärmepumpen VSV
Freitag, 25. September 2026 | 19:15 Uhr
Eisarena Salzburg
Live auf Sporteurope.tv und im Radio Kärnten Eishockey-Magazin

ecvsv.at , Bild: VSV/STEFAN

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