Der VSV musste sich den Dresdner Eislöwen mit 0:3 geschlagen geben, präsentierte sich über weite Strecken jedoch auf Augenhöhe. Die Blau-Weißen erspielten sich zahlreiche gute Möglichkeiten, ließen vor dem gegnerischen Tor jedoch die nötige Effizienz vermissen. Am Ende machte vor allem die konsequentere Chancenverwertung und die physische Gangart der Gäste den Unterschied.
Erstes Drittel
Der VSV fand gut in die Partie und präsentierte sich von Beginn an auf Augenhöhe mit den Dresdner Eislöwen. Die ersten gefährlichen Möglichkeiten gehörten dabei den Blau-Weißen: Gleich zweimal bot sich den Adlern nach schnellen Umschaltmomenten eine 2-auf-1-Situation, beide Abschlüsse verfehlten jedoch knapp das Dresdner Gehäuse. Auch im ersten Powerplay der Begegnung bot sich dem VSV die Chance auf die Führung. Die Scheibe lief ordentlich durch die eigenen Reihen und mündete in einer guten One-Timer-Gelegenheit, doch auch diese blieb ungenutzt.
Mit zunehmender Spieldauer fanden die Gäste aus Sachsen besser in die Begegnung und konnten sich nun häufiger in der Villacher Zone festsetzen. Tylor Spink und Tomas Andres kamen dabei zu gefährlichen Abschlüssen, fanden jedoch in Joe Cannata ihren Meister. Insgesamt entwickelte sich ein intensives und weitgehend ausgeglichenes erstes Drittel, in dem beide Mannschaften zu ihren Möglichkeiten kamen.
Ausgerechnet in einer Villacher Überzahlsituation schlugen die Eislöwen dann kurz vor der ersten Pause zu. Alec Ahlroth brachte die Scheibe in der 18. Minute schnell durch die neutrale Zone, Ex-Adler Adam Helewka löste sich von seinen Gegenspielern und tauchte alleine vor Cannata auf. Der ehemalige Villacher blieb eiskalt und verwertete den Shorthander zum 0:1. Damit gingen die Gäste trotz eines über weite Strecken ausgeglichenen Auftaktdrittels mit einer knappen Führung in die erste Pause.
Zweites Drittel
Auch im zweiten Abschnitt kam der VSV mit viel Schwung aus der Kabine und versuchte, den Rückstand schnell zu egalisieren. Die Adler erhöhten den Druck, hielten das Tempo hoch und konnten die Partie weiterhin weitgehend ausgeglichen gestalten. Dresden blieb jedoch vor allem im Umschaltspiel gefährlich und zeigte sich vor dem Villacher Tor deutlich effizienter: In der 26. Minute nutzten die Gäste schließlich einen schnellen Angriff zur 2:0-Führung. Die Spink-Zwillinge trieben die Scheibe nach vorne und fanden Ryan MacKinnon, der den Angriff konsequent abschloss und Joe Cannata zum zweiten Mal an diesem Abend bezwang.
In weiterer Folge entwickelte sich eine intensive Partie mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Nach einer Strafe gegen Steven Strong erhielten die Eislöwen ihr erstes Powerplay, doch die Villacher Defensive arbeitete konzentriert und überstand die Unterzahlsituation schadlos. Wenig später bot sich wiederum dem VSV nach einer Strafe gegen Tom Knobloch die Gelegenheit im Powerplay. Die Adler konnten sich dabei durchaus in der Dresdner Zone festsetzen, der wichtige Anschlusstreffer wollte jedoch nicht gelingen. Auch eine weitere Überzahlsituation nach einer Strafe gegen David Suvanto blieb ungenutzt. Dresdens Schlussmann Fabian Hegmann erwies sich dabei mehrfach als sicherer Rückhalt, speziell bei einem Hughes-Schlagschuss.
So blieb die mangelnde Chancenverwertung das große Manko der Blau-Weißen. Während der VSV seine Möglichkeiten nicht im Tor unterbringen konnte, zeigte sich Dresden eiskalt: In der allerletzten Sekunde des Mitteldrittels schlenzte MacKinnon die Scheibe noch einmal in Richtung Villacher Tor und traf in die lange Ecke. Der Treffer zum 0:3 praktisch mit der Pausensirene war für die Adler besonders bitter und sorgte dafür, dass eine über weite Strecken ausgeglichene Partie nach 40 Minuten einen deutlich klareren Zwischenstand aufwies, als es der Spielverlauf vermuten ließ.
Drittes Drittel
Trotz des 0:3-Rückstands steckten die Adler im Schlussabschnitt nicht auf und versuchten weiterhin, den ersten Treffer des Abends zu erzwingen. Der VSV agierte engagiert, suchte konsequent den Weg in die Offensive und kam auch zu seinen Möglichkeiten. Dresden stand defensiv allerdings kompakt, verwaltete den Vorsprung geschickt und ließ nur wenige wirklich gefährliche Abschlüsse zu.
Die beste Gelegenheit auf den längst verdienten Anschlusstreffer bot sich den Blau-Weißen in der 54. Minute. Nach einer Strafe gegen Ricardo Hendreschke ließ der VSV die Scheibe im Powerplay gut durch die eigenen Reihen laufen und erspielte sich durch Teasdale eine hochkarätige Möglichkeit am langen Pfosten. Dresdens Schlussmann Fabian Hegmann reagierte jedoch stark, rettete im Spagat und hielt damit die Null für die Gäste fest.
Beinahe fiel unmittelbar danach auf der Gegenseite die endgültige Entscheidung: Nijenhuis kam nach einem schnellen Gegenstoß zur großen Gelegenheit auf das 4:0, scheiterte jedoch am starken Joe Cannata. In der Schlussphase bemühten sich die Adler weiterhin um den Ehrentreffer, doch die Dresdner Defensive und ein starker Hegmann ließen nichts mehr zu.
So blieb es nach 60 Minuten beim 0:3 aus Sicht des VSV. Ein Ergebnis, das den Spielverlauf nur bedingt widerspiegelte, denn die Adler begegneten den Eislöwen über weite Strecken auf Augenhöhe und erspielten sich genügend Möglichkeiten, ließen vor dem gegnerischen Tor jedoch die notwendige Konsequenz vermissen. Dresden präsentierte sich hingegen effizient und nutzte seine Chancen deutlich besser. In der anschließend vereinbarten fünfminütigen Overtime gelang den Blau-Weißen schließlich doch noch ein Treffer. Kurz vor Ablauf der zusätzlichen Spielzeit brachte der VSV durch einen Wall-Konter die Scheibe im Dresdner Tor unter, am offiziellen Endstand von 0:3 änderte dies freilich nichts.
Freitag, 21. August | 19:15
Uhr
EC iDM Wärmepumpen VSV – Dresdner Eislöwen 0:3 (0:1 | 0:2 |
0:0)
ecvsv.at , Bild: VSV/STEFAN









