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Marco Rossi startet neu durch: „In Vancouver ist die Wertschätzung eine andere“

Marco Rossi blickt mit viel Optimismus auf seine kommende NHL-Saison bei den Vancouver Canucks. Nach einem schwierigen vergangenen Jahr mit Verletzungsproblemen und dem Wechsel von Minnesota nach Vancouver fühlt sich der 24-jährige Vorarlberger körperlich wieder vollständig fit.

„Ich fühle mich so gut, so habe ich mich noch nie gefühlt“, sagt Rossi gegenüber „laola1.at„. Besonders zufrieden ist er mit seiner Saisonvorbereitung: „Das war heuer der beste Sommer, den ich je hatte“.

Nach Problemen mit dem Fuß, die ihn auch in der vergangenen Saison zurückwarfen, konnte Rossi die Verletzung vollständig auskurieren. Eine Operation war nicht notwendig. Im Sommer lag der Fokus gemeinsam mit seinem Krafttrainer auf Kraft und Schnelligkeit, ehe nun noch zwei Wochen Training in Europa anstehen. Anschließend geht es mit den Vancouver Canucks ins Trainingslager nach Davos.

Neue Rolle bei den Canucks

In Vancouver erwartet Rossi ein komplett verändertes Umfeld. Die sportliche Führung wurde neu aufgestellt, mit Ryan Johnson gibt es einen neuen General Manager und die Sedin-Zwillinge Daniel und Henrik sind als Co-Präsidenten für Hockey Operations tätig. Auch auf der Trainerbank gibt es mit Manny Malhotra einen neuen Head Coach. „Der ganze Coaching Staff ist komplett neu, war noch nie in der NHL. Von daher wird es interessant, aber die Vorfreude ist groß“.

Auch seine persönliche Rolle wird sich verändern. Während Minnesota über einen der älteren Kader der Liga verfügte, setzt Vancouver verstärkt auf junge Spieler. Rossi gehört mit seinen 24 Jahren damit bereits zu den erfahreneren Akteuren und soll mehr Verantwortung übernehmen. „Ich versuche, mehr Verantwortung zu übernehmen und als Leader voranzugehen“, so Rossi gegenüber dem „Kurier„.

„In Vancouver ist die Wertschätzung eine andere“

Den Abschied von den Minnesota Wild sieht Rossi nicht wehmütig. „Als der Trade gekommen ist, war ich froh, dass ich weg war von Minnesota. In Vancouver ist die Wertschätzung eine andere“, erklärt der Österreicher. Auch die kanadische Eishockeykultur beeindruckt ihn: „Kanada ist aber noch einmal ein ganz anderes Niveau. Dort ist Eishockey wie eine Religion.“

Die Canucks befinden sich allerdings mitten in einem Neuaufbau. Rossi weiß, dass dieser Prozess Zeit benötigt. Trotzdem sollen die Playoffs das Ziel bleiben: „Die Play-offs müssen immer das Ziel sein.“ Gleichzeitig fordert er Geduld und Glauben an den eingeschlagenen Weg.

Rossi gibt Erfahrungen an den Nachwuchs weiter

Während seines Heimaturlaubs war Rossi zuletzt auch als Vorbild für den österreichischen Nachwuchs aktiv. In St. Pölten trainierte er mit den Lower Austria Stars, gab Tipps und schrieb anschließend Autogramme. „Ich war auch einmal so jung, habe zu den Älteren aufgeschaut und große Träume gehabt. Jetzt versuche ich, meine Erfahrungen weiterzugeben“, erzählt Rossi.

Dabei betont er die Bedeutung einer guten Nachwuchsarbeit: „Die Kinder sind die Zukunft, auf sie muss man schauen.“ Entscheidend sei neben Talent vor allem die Freude am Sport.

Bild: facebook.com/Canucks

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