Die Freude über den positiven Baubescheid für eine neue Eishalle in Frohnleiten währte nur kurz. Nur einen Tag nach der Bekanntgabe, dass die geplante Traglufthalle grünes Licht erhalten hat, wurde ein Konkursverfahren gegen das Unternehmen der potenziellen Investorin Elitsa Polizoeva eröffnet. Damit steht das gesamte Projekt nun wieder auf der Kippe.
Die ursprünglich geplante, rund 2.500 Quadratmeter große Traglufthalle sollte direkt neben dem Sport- und Freizeitpark entstehen und bereits mit Beginn der Wintersaison ihren Betrieb aufnehmen. Eishockey, Eiskunstlauf, Eisstockschießen und Publikumslauf hätten damit nach dem Ende der alten Eishalle wieder eine Heimat in Frohnleiten bekommen sollen.
Durch das Insolvenzverfahren dürfte eine rasche Umsetzung nun allerdings nicht mehr realistisch sein. Wie Polizoeva gegenüber der „Kleinen Zeitung“ erklärte, seien nicht rechtzeitig bezahlte ÖGK-Beiträge der Grund für die Eröffnung des Verfahrens gewesen. Gleichzeitig sei dadurch auch eine bereits in Aussicht gestellte Bankfinanzierung für das Bauprojekt weggefallen. Zudem seien Rechnungen aus den bereits erfolgten Vorarbeiten offen.
Projekt noch nicht aufgegeben
Mehr Klarheit soll es nach dem 13. Oktober geben. An diesem Tag findet in Graz die Berichts- und Prüfungstagsatzung statt, bei der die finanzielle Situation des Unternehmens und die Höhe der Verbindlichkeiten genauer beleuchtet werden sollen.
Polizoeva betont allerdings, dass sie das Projekt noch nicht aufgegeben habe. Die Förderung des Eissports sei für sie auch eine persönliche Herzensangelegenheit. Sie möchte damit unter anderem das Andenken an ihren verstorbenen Bruder bewahren, der selbst als Eishockeyspieler in den USA aktiv war.
Derzeit bleibt jedoch offen, ob und wann in Frohnleiten tatsächlich wieder eine Eishalle entstehen wird. Für die Vereine, Nachwuchssportler und Freizeitsportler in Graz-Umgebung bedeutet die jüngste Entwicklung vor allem eines: Nach der großen Hoffnung ist die Zukunft des Eissports in Frohnleiten erneut ungewiss.









