Schöner hätte sich Jan Grüllenberger sein Debüt in der Kampfmannschaft der Steinbach Black Wings Linz kaum vorstellen können: Der 19-Jährige feierte beim historischen 6:0-Auswärtssieg gegen Red Bull Salzburg nicht nur seinen ersten Profi-Einsatz, sondern erzielte auch gleich sein erstes Tor.
Dabei hatte der Tag für den jungen Linzer ursprünglich ganz anders begonnen. Nachdem er am Vortag seine Matura bestanden hatte, war für den Abend ein Essen mit seinen Eltern geplant. Doch am Mittag läutete das Handy: Sein Trainer teilte ihm mit, dass er sich bereitmachen solle, um mit der ersten Mannschaft nach Salzburg zu fahren.
„Ich dachte, dass er mir vielleicht zur bestandenen Matura gratulieren will“, erzählte Grüllenberger den „Oberösterreichischen Nachrichten„. Die überraschende Einberufung sei für ihn „unbeschreiblich“ gewesen. Seine Eltern reisten kurzerhand ebenfalls nach Salzburg, um ihren Sohn bei seinem besonderen Abend zu unterstützen.
Nervosität vor dem ersten Einsatz
Auch wenn man dem 19-Jährigen die Anspannung auf dem Eis kaum anmerkte, war die Nervosität groß. „Bei der Rookie-Lap habe ich richtig gezittert“, verriet der Flügelstürmer. Das Kribbeln habe ihn seit dem Anruf begleitet. Für den Höhepunkt sorgte schließlich sein Treffer zum zwischenzeitlichen 5:0. „Nach dem Tor, das hat sich nicht real angefühlt“, schilderte Grüllenberger.
Der Youngster spielt bereits sein ganzes Leben in Linz und hatte lange auf eine solche Gelegenheit gehofft. Nach seinem gelungenen Einstand zog er zufrieden Bilanz: „Ich habe immer auf diese Chance gehofft, die sich heute geboten hat. Und ich würde sagen, ich habe sie genutzt.“
Bild: Black Wings Linz/Eisenbauer









