Oliver Bergauer hat mit heute, 1. Oktober, offiziell die Geschäftsführung des VSV übernommen. Der neue Geschäftsführer steht dabei vor einer großen Herausforderung: Der Villacher Traditionsklub befindet sich wirtschaftlich in einer schwierigen Situation. Ein umfassender Kassasturz soll nun Klarheit über die finanzielle Lage bringen.
Bergauer will den VSV zunächst stabilisieren und anschließend konkrete Lösungsmodelle präsentieren. Was den 54-Jährigen positiv stimmt: „Ich habe in Gesprächen gemerkt, wie groß die Unterstützung für den Klub bei Partnern, Sponsoren und Fans ist“, so Bergauer gegenüber der „Kronen Zeitung„. Diese Basis soll dabei helfen, den Klub wieder auf wirtschaftlich solide Beine zu stellen.
Sportliche Verstärkungen haben vorerst keine Priorität. Auch die Verpflichtung eines geplanten Top-Centers könnte angesichts der angespannten Situation schwierig werden. Bergauer stellt klar, dass der VSV künftig nur noch jene Mittel ausgeben will, die tatsächlich zur Verfügung stehen.
Zusätzliche Einnahmen sollen unter anderem durch stärkere Zuschauerzahlen und den neuen VIP-Klub generiert werden. Auch die derzeit stark ausgedünnte Geschäftsstelle soll wieder personell verstärkt werden – allerdings mit einer schlanken Struktur.
Bergauer bringt neben Management-Erfahrung auch einen Eishockey-Hintergrund mit und will die Bereiche Sport und Wirtschaft eng miteinander verbinden. Einen konkreten Zeitplan für die finanzielle Gesundung gibt es noch nicht. „Zuerst müssen wir aus der Intensivstation rauskommen. Wenn wir dann auf beiden Beinen stehen, können wir uns überlegen, wie wir den Verein entwickeln.“
Bild: VSV/Krammer









