Europa

Umstrittener Russland-Wechsel sorgt für Wirbel!

Der schwedische Flügelstürmer Linus Weissbach sorgt mit seiner Entscheidung für Schlagzeilen. Der 28-Jährige verlässt den SHL-Topklub Frölunda HC und schließt sich zur kommenden Saison dem russischen Spitzenverein SKA St. Petersburg in der KHL an. Der Wechsel gilt als besonders brisant, da Weissbach der erste schwedische Spieler ist, der seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Jahr 2022 direkt aus der schwedischen Liga in die KHL wechselt.

Karriere zwischen Schweden und Nordamerika

Weissbach stammt aus Göteborg und wurde in der Nachwuchsabteilung von Frölunda ausgebildet. Bereits als Jugendlicher gehörte er den schwedischen U16-, U17- und U18-Nationalteams an. Mit 18 Jahren zog es ihn nach Nordamerika, wo er zunächst in der USHL spielte und anschließend vier Jahre für die University of Wisconsin in der NCAA auflief.

Nach seiner College-Zeit folgten drei Spielzeiten bei den Rochester Americans in der AHL. Der erhoffte Sprung in die NHL blieb jedoch aus.

Erfolgreiche Rückkehr nach Schweden

Vor zwei Jahren kehrte Weissbach zu seinem Heimatverein Frölunda zurück und entwickelte sich dort schnell zu einer wichtigen Offensivkraft. In 93 SHL-Spielen sammelte er 62 Scorerpunkte und gehörte zu den Leistungsträgern der Mannschaft.

Umso überraschender kommt nun sein Abschied in Richtung Russland.

Heftige Reaktionen in Schweden

Die Entscheidung des Flügelstürmers sorgt in Schweden für kontroverse Diskussionen. In den sozialen Medien reicht das Echo von scharfer Kritik bis hin zu vereinzeltem Verständnis.

Viele Fans werfen Weissbach vor, mit seinem Wechsel sportliche und moralische Grenzen zu überschreiten. Andere vertreten dagegen die Auffassung, dass ein Profi selbst entscheiden müsse, wo er seine Karriere fortsetzt.

Politische Brisanz des Wechsels

Der Wechsel erhält zusätzliche Aufmerksamkeit, weil SKA St. Petersburg enge Verbindungen zum russischen Staat nachgesagt werden. Der Verein wird vom Energiekonzern Gazprom unterstützt und steht seit Jahren im Fokus politischer Diskussionen.

Zudem dürfte Weissbach mit seinem Engagement in der KHL vorerst keine Perspektive mehr auf Einsätze für die schwedische Nationalmannschaft haben, solange die aktuellen Regularien bestehen.

 

Bild: Kallerna, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

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