DEL

Große Trauer im deutschen Eishockey!

Das deutsche Eishockey trauert um eine seiner größten Persönlichkeiten: Josef „Jupp“ Kompalla ist am Sonntagmorgen im Alter von 90 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Mit dem langjährigen Schiedsrichter verliert der Sport eine prägende Figur, die das deutsche und internationale Eishockey über Jahrzehnte maßgeblich mitgestaltet hat.

Vom Verteidiger zum Weltklasse-Schiedsrichter

Jupp Kompalla wurde am 13. März 1936 im oberschlesischen Kattowitz geboren. Seine Laufbahn begann zunächst als Verteidiger, ehe er 1969 einen Schiedsrichterlehrgang absolvierte und damit den Grundstein für eine außergewöhnliche Karriere legte.

In den folgenden Jahren entwickelte sich Kompalla zu einem der angesehensten Unparteiischen weltweit. Mehr als 2.000 Spiele in den deutschen Eishockeyligen sowie über 150 Länderspiele leitete er im Laufe seiner beeindruckenden Laufbahn.

Höhepunkte auf der größten Bühne

Auch international genoss Kompalla höchstes Ansehen. Der Eishockey-Weltverband IIHF nominierte ihn für insgesamt elf Weltmeisterschaften sowie die Olympischen Winterspiele 1976 in Innsbruck, 1980 in Lake Placid und 1984 in Sarajevo.

Als größter Höhepunkt seiner Karriere gilt bis heute die Leitung des entscheidenden achten Spiels der legendären Summit Series 1972 zwischen der damaligen UdSSR und Kanada in Moskau – eine Partie, die bis heute als Meilenstein der Eishockeygeschichte gilt.

Zahlreiche Ehrungen für außergewöhnliche Verdienste

Für seine Verdienste um den Sport wurde Jupp Kompalla mehrfach ausgezeichnet. 1992 erhielt er den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Elf Jahre später folgte die Aufnahme in die Hall of Fame des Eishockey-Weltverbandes IIHF. Auch in der Hockey Hall of Fame Deutschland hat er einen festen Platz.

Nach dem Ende seiner aktiven Schiedsrichterkarriere im Jahr 1992 blieb Kompalla dem Eishockey eng verbunden. Als Schiedsrichterbeobachter und Ausbilder gab er sein Wissen an nachfolgende Generationen weiter. Der Deutsche Eishockey-Bund ernannte ihn zudem zum Ehrenmitglied.

 

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