Nach der gestrigen knappen 1:2-Niederlage beim EC Red Bull Salzburg ist das Profiteam der Vienna Capitals derzeit Richtung Ljubljana unterwegs. In der Hauptstadt Sloweniens sind die Donaustädter bei Olimpija Ljubljana zu Gast. Spielbeginn in der Hala Tivoli ist um 19.15 Uhr. Wie gewohnt wird die Partie auch mit deutschsprachigem Kommentar bei sporteurope.tv übertragen.
Ausgangssituation:
Durch die gestrige Niederlage sind die Capitals nun seit drei Spielen ohne Sieg. In der Tabelle befinden sich die Donaustädter mit 20 Punkten weiterhin auf Rang neun. Einmal mehr als großes Manko erwies sich die unterdurchschnittliche Chancenauswertung. Während die Caps – basierend auf offiziellen Zahlen – pro Spiel im Schnitt 33,5 Torschüsse pro Spiel abgeben, was dem fünftbesten Wert der win2day ICE Hockey League entspricht, ist die Effizienz mit einem Wert von 8,1 Prozent die drittschlechteste der Liga. Weniger als die 38 erzielten Treffer der Wiener haben nur der Tabellenletzte aus Vorarlberg (33), der Elfte Fehérvár (33) und der Vorletzte aus Innsbruck auf dem Konto (34). Dass das Torverhältnis der Wiener nur bei -1 liegt, ist im Umkehrschluss dem Defensivverbund inklusive Torhüter Adam Reideborn, der abgesehen vom Auswärtsspiel in Graz am 25. September in jedem Ligaspiel im Einsatz war, zu verdanken. In 14 Spielen kassierten die Caps nur 39 Tore. Nur der HC Falkensteiner Pustertal (31) und der HCB Südtirol Alperia (35) mussten den Puck seltener aus dem eigenen Tor fischen. Mann des Abends gestern war aus Caps-Sicht wohl Angreifer Konstantin Komarek. Der 33-jährige Wiener, der selbst einmal Teil des EC Red Bull Salzburg war, erzeugte gestern nicht nur mit seinen Pässen jede Menge Gefahr für die Hintermannschaft der Mozartstädter, der Angreifer erzielte im zweiten Drittel per One-Timer den Treffer zum Ausgleich und damit sein erstes Tor im Caps-Jersey. Komarek, der die Vorbereitung und die ersten vier Ligaspiele verletzungsbedingt verpasste, hält nach zehn Einsätzen bei sechs Punkten (1 Tor + 5 Assists). Der Treffer des Wieners führte auch dazu, dass das ligabeste Powerplay wieder zuschlagen konnte. Aus 42 Überzahlspielen wurden 16 Tore generiert, was einer Erfolgsquote von 38,1 Prozent entspricht.
Personelles:
Den Capitals steht morgen dasselbe Personal wie gestern zur Verfügung. Damit fehlen gegen Olimpija Ljubljana nur die verletzten Benjamin Lanzinger, Raphael Wolf und Sebastian Wraneschitz.
Der Gegner:
Olimpija Ljubljana feierte gestern einen 5:1-Auswärtssieg beim nach 16 Spielen immer noch sieglosen Schlusslicht Pioneers Vorarlberg. Die Slowenen waren dabei allerdings das erste Team, das in dieser Saison das erste Drittel gegen die Feldkircher verlor. Letztendlich sind die Drachen aus Ljubljana mit 29 Punkten aus 15 Spielen Tabellendritter. Die Mannschaft von Head-Coach Ben Cooper gewann sieben der letzten neun Spiele. In der eigenen Hala Tivoli sammelten die Slowenen in sieben Partien 15 Punkte. Nur zwei ihrer sieben Heimspiele gingen verloren. Aus 15 Ligaspielen stehen 64 Tore zu Buche, kein anderes Team traf öfter ins Schwarze. Unter den zehn besten Scoreren der Liga scheinen drei Ljubljana-Akteure auf. Liga-Topscorer Josh Lawrence hat 21 Punkte auf dem Konto (12 Tore + 9 Assists). Der Kanadier ist außerdem bester Torschütze der win2day ICE Hockey League. Marly Quince ist mit 20 Torbeteiligungen (4 Tore + 16 Assists) ligaweit fünftbester Scorer. Seine 16 Vorlagen sind jedoch Ligabestwert. Ex-Caps-Stürmer Nicolai Meyer nimmt mit 17 Punkten (9 Tore + 8 Assists) den geteilten neunten Platz der Scorerwertung ein. Mit T.J. Brennan (15 Punkte, 2 Tore + 13 Assists) stellen die Slowenen auch den besten Punktesammler unter den Verteidigern. Caps-Verteidiger Nick Bailen liegt in dieser Wertung mit 13 Zählern (3 Tore + 10 Assists) nur einen Rang hinter seinem US-amerikanischen Landsmann. Weniger exzellent präsentiert sich die etatmäßige Nummer eins im Tor, Lukas Horak. Der 33-Jährige weißt nach neun Einsätzen eine Fangquote von 88,1 Prozent auf. Das ist der schlechteste Wert aller Goalies, die mehr als acht Spiele bestritten.
Das direkte Duell:
Morgen steht das erste Duell der Saison 2026/27 an. In der vorigen Spielzeit gewannen beide Teams ihre jeweiligen Heimspiele. In Ljubljana sind die Capitals seit fünf Spielen sieglos. Den Wienern gelang am 1. November 2023 der bislang letzte Sieg in der slowenischen Hauptstadt.
Nelson Nogier, Verteidiger der Vienna Capitals
Ljubljana verfügt über viele gute Offensivspieler, aber wir müssen uns in erster Linie auf uns selbst konzentrieren. Wenn wir unserem System treu bleiben und ihre Offensivkraft einschränken, können wir erfolgreich sein. Auch mit Blick auf die anstehende Länderspielpause wird es wichtig sein, noch davor Erfolgserlebnisse einzufahren.
vienna-capitals.at , Bild:









