Traurige Nachrichten aus Pardubice: Hunter Fejes muss seine Eishockey-Karriere aus gesundheitlichen Gründen beenden. Der 32-jährige US-Amerikaner, der sich während seiner Laufbahn auch in der ICE Hockey League einen Namen gemacht hat, folgt damit der Empfehlung seiner Ärzte. Nach zahlreichen Stationen in Nordamerika und Europa ist für den Stürmer nun endgültig Schluss.
In der laufenden Saison 2026/27 kam Fejes für den HC Dynamo Pardubice lediglich in einem einzigen Ligaspiel zum Einsatz. Dazu absolvierte er vier Partien in der Champions Hockey League. Um mehr Eiszeit zu erhalten, sollte er per Wechsel auf Abruf beim tschechischen Zweitligisten aus Zlín Spielpraxis sammeln. Doch aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme kam es zu keinem einzigen Einsatz. Die Ärzte rieten ihm schließlich davon ab, seine aktive Laufbahn fortzusetzen.
Erfolgreiche Jahre in der ICEHL
Auch österreichische Eishockey-Fans dürften sich an den US-Amerikaner erinnern. Fejes sammelte in der damaligen EBEL beziehungsweise der ICE Hockey League wertvolle Erfahrungen und überzeugte mit seiner offensiven Qualität.
In der Saison 2019/20 lief er für die Black Wings Linz auf. In 24 Grunddurchgangsspielen gelangen ihm 13 Tore und acht Assists – insgesamt 21 Scorerpunkte. Auch in den Play-offs wusste der Angreifer zu überzeugen: In drei Begegnungen verbuchte er zwei Treffer und einen Assist.
Anschließend wechselte Fejes zu den Graz99ers. In der Saison 2020/21 kam er in 34 ICEHL-Partien auf zehn Tore und 16 Vorlagen. Mit insgesamt 26 Punkten gehörte er zu den offensiv auffälligen Akteuren seiner Mannschaft. Seine Leistungen machten ihn auch über die österreichischen Grenzen hinaus zu einem bekannten Namen.
Vom College über die AHL bis nach Europa
Der in Alaska geborene Stürmer begann seinen Weg in den nordamerikanischen Nachwuchsligen und spielte anschließend vier Spielzeiten für Colorado College in der renommierten US-College-Liga NCAA. Dort absolvierte er insgesamt 138 Partien und sammelte 56 Scorerpunkte. Danach folgten Einsätze in der American Hockey League (AHL), der zweithöchsten nordamerikanischen Profiliga. Für verschiedene Teams kam Fejes dort über fünf Spielzeiten verteilt auf insgesamt 89 Einsätze in der regulären Saison. Parallel dazu stand er in der ECHL auf dem Eis und sammelte unter anderem bei den Orlando Solar Bears, Rapid City Rush und Wheeling Nailers reichlich Erfahrung.
Auch in Europa entwickelte sich seine Karriere weiter. Neben seinen Stationen in Linz und Graz spielte Fejes für den schwedischen Klub Vita Hästen sowie für Orli Znojmo. Später zog es ihn in die Slowakei, wo er für Košice, Žilina und Prešov auflief.
Meistertitel in der Slowakei und starke Zahlen in Žilina
Einen besonderen Erfolg feierte Fejes mit dem HC Košice. In der Saison 2022/23 gewann er mit dem slowakischen Traditionsverein die Meisterschaft. In der folgenden Spielzeit kam er in der Hauptrunde auf 41 Punkte aus 45 Begegnungen. Einschließlich der Play-offs absolvierte er für Košice insgesamt 79 Partien. Bei Vlci Žilina zeigte der US-Amerikaner ebenfalls seine Qualitäten. In der Saison 2024/25 erzielte er in 49 Hauptrundenspielen 24 Tore und bereitete weitere 23 Treffer vor. Mit 47 Punkten war er ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft.
Entscheidender Beitrag zum Titelgewinn mit Pardubice
Im Verlauf der Saison 2025/26 führte Fejes sein Weg schließlich zum HC Dynamo Pardubice. Nach einem kurzen Engagement bei Prešov wechselte er zunächst auf Leihbasis nach Tschechien. Dort überzeugte er und erhielt einen Vertrag für den Rest der Saison, der anschließend um ein weiteres Jahr verlängert wurde.
In der regulären Saison bestritt der Angreifer 17 Spiele für Pardubices A-Team und erzielte zwei Tore sowie zwei Assists. In den Play-offs kamen sieben weitere Einsätze und ein Treffer hinzu. Besonders in Erinnerung bleibt sein Tor im sechsten Finalspiel: Beim späteren 5:4-Sieg nach Verlängerung glich Fejes zum zwischenzeitlichen 1:1 aus. Dynamo sicherte sich damit den siebten tschechischen Meistertitel seiner Vereinsgeschichte. Fejes war Teil einer erfolgreichen Mannschaft und konnte sich mit einem Meistertitel auszeichnen, bevor seine gesundheitlichen Probleme seine weitere Laufbahn verhinderten.
Photo: GEPA pictures/ Manfred Binder









