Österreich

50.000-Euro-Klage nach Check im Kärntner Eishockey-Unterhaus!

Nach einem Check gegen den Kopf im letztjährigen Finale der Kärntner Division I beschäftigt ein Rechtsstreit das Eishockey-Unterhaus. Althofen-Spieler Arno Kropiunig, der dabei eine Gehirnerschütterung erlitt, klagt laut Bericht der „Kronen Zeitung“ Steindorf-Crack Philipp Kreuzer privatrechtlich. Im Raum steht eine Forderung von rund 50.000 Euro.

Der Vorfall ereignete sich im zweiten Finalspiel der vergangenen Saison zwischen Althofen und Steindorf. Philipp Kreuzer checkte Arno Kropiunig gegen den Kopf, woraufhin der Althofener eine Gehirnerschütterung erlitt. Während der Partie wurde keine Strafe ausgesprochen. Nach einer Anzeige durch Althofen samt Videomaterial verhängte der Strafsenat des Landesverbands gegen Kreuzer eine Sperre von zwei Spielen.

Damit ist die Angelegenheit allerdings nicht abgeschlossen: Kropiunig geht nun privatrechtlich gegen den Steindorf-Spieler vor. Insgesamt geht es laut „Kronen Zeitung“ um rund 50.000 Euro.

Steindorf-Boss kritisiert Klage

Steindorfs Obmann Hans-Jürgen Tschernutter zeigt sich über den Schritt verärgert. Zwar räumt er ein, dass es sich um einen illegalen Check gehandelt habe, verweist aber auf die bereits ausgesprochene Sperre. Zugleich betont er, dass ihm die Verletzung Kropiunigs leidtue.

Tschernutter sieht in dem Verfahren mögliche Folgen für den Amateursport. Der Verein werde Kreuzer jedenfalls unterstützen. Steindorf verfüge über eine Rechtsschutzversicherung, die sich nun mit dem Fall befassen soll. Aus Sicht des Obmanns sei der Check nicht vorsätzlich erfolgt.

Anwalt sieht klaren Kontakt zum Kopf

Kropiunigs Anwalt Klaus Mikosch verweist hingegen auf die Videoaufnahmen des Vorfalls. Darauf sei klar zu erkennen, dass der erste Kontakt durch den Steindorfer gegen den Kopf erfolgt sei. Ein solcher Check sei nicht akzeptabel, argumentiert der Jurist. Wie der Rechtsstreit ausgehen wird, ist derzeit offen. Der Fall wirft zugleich die Frage auf, welche zivilrechtlichen Folgen Verletzungen nach Regelverstößen im Eishockey haben können – auch im Amateurbereich.

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