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European Trophy: Adler mit Sieg und Niederlage in Helsinki

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altMit einer Niederlage gegen HIFK und einem Penalty-Sieg gegen Jokerit kehrten die Adler am frühen Sonntagmorgen aus Helsinki zurück nach Mannheim. Es gibt sicher ein dankbareres Auftaktprogramm als gleich bei den zwei finnischen Topclubs antreten zu müssen, aber so wissen Harold Kreis und Mike Schmidt ebenso wie die Cracks gleich, wo sie nach rund zwei Wochen Training stehen.

 

Wie auch schon in den beiden vergangenen Jahren war das Tempo wahnsinnig hoch und die Spiele sehr intensiv. Mit klassischem Sommereishockey, wie man es in früheren Jahren aus der Vorbereitung kannte, haben diese Spiele nichts mehr zu tun. Das merkten die Adler vor allem im ersten Aufeinandertreffen gegen IFK Helsinki. Schon im ersten Drittel ergaben sich Riesenchancen für die Gastgeber, doch Dennis Endras konnte mit einigen Big-Saves das 0:0 in die Pause retten. Im Mittelabschnitt allerdings agierten die Adler zu undiszipliniert, fingen sich allein in diesem Abschnitt fünf Strafen ein. Eine Strafe aus dem ersten Drittel lief zudem noch fast zwei Minuten in den Mittelabschnitt. Diese Gelegenheiten ließen sich die Hausherren denn auch nicht nehmen, trafen geich vier Mal in Überzahl, womit das Spiel entschieden war.

Wie eng diese Spiele sind, zeigte sich dann wieder im Schlussabschnitt, als die Adler weniger Strafen nahmen und das Match öfter bei ausgeglichener Teamstärke verlief. Wie schon im ersten Drittel fielen keine Tore. Diese Erkenntnis hatte auch Adler-Stürmer Frank Mauer nach dem Spiel parat: „Spiele auf diesem Niveau werden bei Über- und Unterzahl entschieden. Bei 5:5 passiert nicht viel, da die Teams kaum etwas zulassen. Während wir unsere Powerplay-Situationen gerade im ersten Drittel nicht genutzt haben, hat HIFK im Mittelabschnitt vier Tore erzielt“.

Zudem hatte Dennis Endras bei seinem Einstand im Adler-Tor gleich zeigen können, dass er ein absoluter Spitzengoalie ist. An den Gegentoren machtlos ließ er sonst allerdings nichts anbrennen und spielte sowohl das erste als auch das letzte Drittel zu Null. Ebenfalls ein herausragendes Spiel absolvierte Felix Brückmann einen Tag später, als es gegen Jokerit Helsinki ging.

Das Spiel gegen den letztjährigen Halbfinalisten in Finnlands Eliteliga verlief ebenso eng und ausgeglichen wie das Match tags zuvor. Beide Teams agierten taktisch klug und machten bei hohem Tempo die Räume eng und es den gegnerischen Stürmern somit schwer. Den Rest erledigten dann die beiden Goalies. Mannheims Brückmann musste sich im Mittelabschnitt lediglich von Ruutu per Penalty bezwingen lassen, sein Gegenüber griff nach einem Break über Höfflin und Mauer hinter sich. Im Penalty-Schießen nach der torlosen Overtime zeigten die Adler dann die besseren Nerven. Sowohl Yanick Lehoux als auch Frank Mauer versenkten ihre Penalties, während beide Jokerit-Stürmer an Felix Brückmann scheiterten.

Die Adler konnten aus diesen ersten beiden Matches schon wichtige Erkenntnisse ziehen. Im Tor verfügen Harold Kreis und Mike Schmidt mit Dennis Endras und Felix Brückmann über zwei herausragende Könner ihres Fachs. In der Abwehr wird Doug Janik seinen Weg auf jeden Fall gehen. Der kräftige und großgewachsene Amerikaner wird der Defensive noch mehr Halt geben und den Goalies zusammen mit den Kollegen einiges an Arbeit abnehmen.

Auch die Sturmreihen arbeiten konsequent in beide Richtungen, müssen allerdings vor des Gegners Tor noch konsequenter den Abschluss suchen. Das Unterzahlspiel funktioniert schon sehr gut, was vor allem am Samstag gegen Jokerit zu sehen war. Verbesserungswürdig ist das Powerplay, hier wird noch mehr Durchschlagskraft benötigt, um am kommenden Wochenende gegen die schwedischen Topteams aus Frölunda und Färjestad zu bestehen.

Freuen dürfen sich die Adlerfans aber auf alle Fälle, denn es wird wieder klasse Eishockey zu sehen geben. Schon vor zwei Jahren gastierten drei schwedische Teams in der Arena und die Spiele gegen Djurgarden, Linköping und Färjestad verliefen allesamt auf sehr hohem Niveau.

Am kommenden Samstag, 25. August, empfangen die Adler um 19.30 Uhr den Topclub Färjestads BK mit Ex-Adler Chris Lee und am 26. August um 15.00 Uhr dann die Frölunda Indians aus Göteborg, gegen die die Adler noch etwas gutzumachen haben. Denn mit 1:5 unterlagen sie vor einem Jahr in Göteborg bei den Indians deutlich.

Tickets für die beiden Spiele sind bei allen bekannten Vorverkaufsstellen ab fünf Euro erhältlich. Auch besteht noch die Möglichkeit, sich eine European Trophy-Minidauerkarte zu sichern. Informieren Sie sich einfach im Ticketshop der SAP Arena.

 

www.adler-mannheim.de